Die Sommer-Highlights 2025 im Lichtspieltheater
Von Friedhelm Denkeler,
Im richtigen Kino waren wir nie im falschen Film – Ein kurzer Rückblick auf 11 Filme von Juli bis September 2025
Wegen Krankheit, Kur und Nachsorge mussten die »Die Frühlings-Highlights 2025« leider ausfallen. Einzelne Artikel zu den gesehenen Filmen in diesem Sommer zu schreiben war mir zu aufwendig. Aber zum Quartalsende will ich sie in Kurzform doch einmal erwähnen (Quelle der Inhaltsangaben: Yorck-Kino). Natürlich war auch der »Der Meister und Margarita« dabei. Alle Filme stammen aus dem Jahr 2025. Alle Filme sahen wir in den Berliner Yorck-Kinos. Deren Motto »Im richtigen Kino bist du nie im falschen Film« hat sich bewahrheitet: Alle Filme waren sehenswert.

- »One to One: John & Yoko« von Kevin Macdonald mit John Lennon, Yoko Ono, Andy Warhol, Stevie Wonder. Am 30. August 1972 spielte John Lennon in New York City sein einziges abendfüllendes Konzert nach dem Ausstieg bei den Beatles: das „One to One“ Benefizkonzert im Madison Square Garden – ein mitreißender Auftritt von ihm und Yoko Ono. Ein eindrucksvoller Blick hinter die Kulissen und auf 18 prägende Monate von John und Yoko.
- »Der Meister und Margarita« von Михаил Локшин mit August Diehl. Moskau, 1930er: Das Werk eines bekannten Schriftstellers wird vom sowjetischen Staat zensiert. Inspiriert von seiner Geliebten Margarita beginnt er mit einem Roman, in dem Menschen aus seinem realen Leben in satirischen Abbildern auftreten. Im Mittelpunkt steht Woland als dunkle Macht, die sich an allen rächt, die für den Ruin des Autors verantwortlich sind. Der sich selbst fortan als ›Meister‹ bezeichnende Autor verliert zunehmend die Fähigkeit, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.
- »Loyal Friend« von David Siegel, Scott McGehee mit Naomi Watts, Bill Murray. Als die Schriftstellerin Iris ihren besten Freund Walter verliert, ist sie am Boden zerstört. Genau wie dessen Dänische Dogge Apollo, die Walter ihr vermacht hat. Nachdem das majestätische Tier in ihre kleine Wohnung in Manhattan eingezogen ist, beginnt das ungleiche Duo, ihre Trauer gemeinsam zu bewältigen. Ein sensibler Film über Freundschaft, Verlust und die besondere Beziehung zwischen Menschen und Hunden.
- »Zikaden« von Ina Weisse mit Nina Hoss, Saskia Rosendahl. Isabell (Nina Hoss) muss zwischen Berlin und dem Wochenendhaus ihrer Eltern pendeln, bis sie Pflegepersonal finden kann. In dieser schwierigen Situation trifft sie auf die alleinerziehende Mutter Anja die versucht, sich und ihre Tochter mit verschiedenen Jobs über Wasser zu halten. Je enger die Bindung zwischen den beiden Frauen wird, desto mehr entwickelt Isabell Zweifel an ihrem geradlinigen Leben und ihrer Ehe.
- »The Life of Chuck« von Mike Flanagan mit Tom Hiddleston, Matthew Lillard, Drehbuch: Stephen King. Die Welt geht unter, Kalifornien versinkt im Meer, das Internet bricht zusammen – doch in einer amerikanischen Kleinstadt herrscht vor allem Dankbarkeit gegenüber Charles „Chuck“ Krantz, einem gewöhnlichen Buchhalter, dessen Gesicht allen freundlich von Plakatwänden und aus dem Fernsehen zulächelt. Wer ist dieser Mann, den niemand wirklich zu kennen scheint?
- »Vermiglio« von Maura Delpero mit ommaso Ragno, Giuseppe De Domenico. Vermiglio, ein Bergdorf in den italienischen Alpen. Im Winter 1944 ist der Krieg gleichzeitig weit weg und allgegenwärtig. Attilio ist heimgekehrt, als Deserteur, von seinem sizilianischen Kameraden Pietro auf den Schultern über die Berge getragen. Ihre Ankunft bringt Unruhe in das im ewigen Rhythmus der Jahreszeiten verlaufende Leben im Dorf.
- »Ecce Homo – Der Verlorene Caravaagio« von Álvaro Longoria. Für nur 1.500 Euro soll ein Gemälde versteigert werden, das jahrelang im Wohnzimmer einer Madrider Familie hing. Bei dem Werk mit dem Titel »Ecce Homo« handelt es sich um ein verloren geglaubtes Gemälde von Caravaggio, ein sogenannter ›Schläfer‹. Nachdem das Werk von Kunsthistorikern und Kunsthändlern als der verlorene Caravaggio anerkannt wurde, begann ein intensiver Wettlauf in der Kunstmarktszene um den Erwerb. Ein exklusiver Einblick in den komplexen Markt für antike Kunst.
- »Die Farben der Zeit« von Cédric Klapisch mit Suzanne Lindon, Abraham Wapler. Eine unerwartete Erbschaft bringt vier entfernte Verwandte in einem verlassenen Landhaus in der Normandie zusammen. Gemeinsam entdecken sie die Geschichte ihrer Vorfahrin Adèle, die im Jahr 1895 mit 21 Jahren auf der Suche nach ihrer Mutter nach Paris aufbricht. Sie erlebt die Stadt im Aufbruch zur Moderne, den Vormarsch der Fotografie und die Anfänge der impressionistischen Malerei. Langsam erkunden ihre Nachfahren nicht nur Adèles Geschichte, sondern auch ihre eigene, gemeinsamen Zukunft.
- »Der phönizische Meisterstreich« von Wes Anderson mit Benicio del Toro, Mia Threapleton, Scarlett Johansson. Anatole Zsa-Zsa Korda, ein Mann fraglicher Moral, hat gerade seinen x-ten Mordanschlag überlebt. Inspiriert von seiner Nahtoderfahrung, verfasst er ein neues Testament, in dem er sein Imperium seiner einzigen Tochter Liesl vermacht. Liesl, die bis dato in einem Kloster lebte, ist von der neuen Wendung in ihrem Leben nicht besonders angetan. Trotzdem begleitet sie ihren Vater aber auf seine Mission nach Phönizien.
- »Miroirs No. 3« von Christian Petzold mit Paula Beer, Barbara Auer, Matthias Brandt. Wie durch ein Wunder überlebt Laura bei einem Ausflug ins Berliner Umland einen Autounfall. Körperlich unversehrt, aber innerlich aus der Bahn geworfen, kommt sie bei Betty unter, die den Unfall beobachtet hat. Die Frauen verbindet eine tiefe Zuneigung. Als auch ihr Mann und ihr Sohn ihren Widerstand gegen Lauras Anwesenheit aufgeben, entwickeln die vier langsam eine familienähnliche Routine. Es beginnt ein fast unbeschwerter Spätsommertraum. Wäre da nicht der tiefe Schmerz, der alle verbindet
- »Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes« von Edgar Reitz mit Edgar Selge, Aenne Schwarz, Lars Eidinger, Michael Kranz, Antonia Bill. Im Auftrag der Kurfürstin Sophie von Hannover soll der große Denker Gottfried Wilhelm Leibniz porträtiert werden. Allerdings steht dem Gelehrten ganz und gar nicht der Sinn danach. Während der Sitzungen für das Gemälde entbrennt zwischen dem Philosophen und der jungen Malerin Aaltje Van De Meer ein leidenschaftlicher Kampf um die Wahrheit in Bild und Abbild, Realität und Kunst. (2x)
Ich kann auch Katzenfotos …
Von Friedhelm Denkeler,

Zum Portfolio »Am Mittelmeer«
Zwischen 1997 und 2001 unternahm ich mehrere Reisen an das Mittelmeer. 1997 ging es auf die griechische Insel Rhodos. Das romantische › Schmetterlingstal‹ und die fotografisch interessante Kapelle ›Agios Nikolaos Foundoukli‹ zählten zu den Höhepunkten. Unser nächster Aufenthalt war 1998 auf der italienischen Insel Ischia im Golf von Neapel mit dem Höhepunkt ›Pompeji‹.
Eine weitere Reise ging 1999 nach Tunesien mit dem Höhepunkt eines ganztägigen Ausflugs durch die tunesische Sahara mit dem Jeep. Das Ziel 2001 war auf der Mittelmeer-Insel Malta der Ort St. Julian’s. Mit mehreren Busausflügen erkundeten wir die Insel, unter anderem die Insel Gozo mit dem ›Azure Window‹ und das Fischerdörfchen ›Marsaxlokk‹.
In der Sommerfrische des Pariser Bürgertums
Von Friedhelm Denkeler,
»Mit offenem Blick. Der Impressionist Pissarro« im Museum Barberini

In den 1860er Jahren waren die Badeorte der Normandie zur beliebten Sommerfrische des Pariser Bürgertums geworden. Hier flaniert ein junges Paar, wohl der Kiinstler Gustave Caillebotte and seine Partnerin Charlotte Berthier, entlang der luxuriosen Villa Italienne in Trouville. Der rote Sonnenschirm setzt einen Akzent in dem von frischen Grüntönen dominierten BiId. Die Rückenansicht der Figuren ermoglicht die Identifikation des Betrachters, der sich selbst in die Rolle des Urlaubers versetzen kann. Quelle: Barberini
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