Winter im Wedding
Von Friedhelm Denkeler,

Mein Portfolio Im Wedding, das 1977/1978 entstanden ist, zeigt weniger eine Dokumentation des damaligen Wedding, sondern spiegelt Stimmungen. Insbesondere Fotos, die im Winter bei Schneetreiben aufgenommen wurden, fangen eine eigentümliche Atmosphäre, fern der Großstadt ein. Sie geben auch Zeugnis von den ersten Graffitis, wie Freiheit für die Agitdrucker oder den mit Kreide geschriebenen Hinweis an der Haustür, wann der Schornsteinfeger kommt. Die winterliche Panke, der historisch tiefe Benzinpreis von 91,9 Pfennigen und der geschlossene Laden Spandauer Volksblatt, der die endgültige Einstellung des Blattes im Jahr 1992 bereits vorweg zu nehmen scheint, sind weitere Themen im Winterkapitel der Serie. Die Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch erschienen.
Die Herbst-Highlights 2025 im Lichtspieltheater
Von Friedhelm Denkeler,
Im richtigen Kino waren wir nie im falschen Film – Ein kurzer Rückblick auf 11 Filme von Oktober bis Dezember 2025
Einzelne Artikel zu den gesehenen Filmen in diesem Herbst zu schreiben waren mir zu aufwendig. Aber zum Quartalsende will ich sie in Kurzform doch einmal erwähnen (Quelle der Inhaltsangaben: Yorck-Kino). Natürlich war auch der »Amrum« von Fatih Akin dabei. Alle Filme stammen aus dem Jahr 2025. Alle Filme sahen wir in den Berliner Yorck-Kinos. Deren Motto »Im richtigen Kino bist du nie im falschen Film« hat sich bewahrheitet: Alle Filme waren sehenswert.

- »Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien« von Damien Dorsaz mit Devrim Lingnau, Guillaume Gallienne, Alice Dwyer. Peru in den 1930er Jahren: Während sich in Europa der Faschismus ausbreitet, arbeitet die junge Dresdnerin Maria Reiche als Mathematiklehrerin in der Hauptstadt Lima. Doch ihre wahre Berufung wartet weiter südlich der kosmopolitischen Metropole, in der Wüste von Nazca. Der französische Archäologe Paul überredet Maria, für ihn einige Schriftstücke zu übersetzen. Dabei stoßen sie auf eines der größten Rätsel der Menschheitsgeschichte.
- »Amrum« von Fatih Akin mit Jasper Billerbeck, Diane Kruger, Laura Tonke, Hark Bohm. Amrum, 1945: Das Ende des Zweiten Weltkrieges steht unmittelbar bevor. Um seine Mutter in den letzten Kriegstagen zu unterstützen, ist sich der zwölfjährige Nanning für nichts zu schade. Er geht Seehunde jagen oder nachts fischen, Hauptsache, am Ende des Tages steht was zum Essen auf dem Tisch. Doch nachdem der Frieden eingekehrt ist, steht die Familie vor völlig neuen Problemen.
- »The Mastermind« von Kelly Reichardt. In einem beschaulichen Vorort von Massachusetts in den frühen 1970er Jahren bereitet der arbeitslose Familienvater J. B. Mooney (Josh O’Connor) seinen ersten Kunstraub vor. Das Museum ist ausgekundschaftet, die Komplizen sind rekrutiert, der Plan ist narrensicher – zumindest glaubt er das.
- »After the Hunt« von Luca Guadagnino mit Julia Roberts. Yale, 2019: Die deutsche Professorin Alma Imhoff (Julia Roberts) steht kurz vor der Festanstellung an der renommierten Universität. Als ihre Musterstudentin Maggie (Ayo Edebiri) schwere Vorwürfe gegen einen engen Kollegen (Andrew Garfield) erhebt, geraten Almas Privatleben und Karriere ins Wanken. Im Spannungsfeld zwischen Moral und Macht holt sie ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit wieder ein.
- » Franz K.« von Marek Epstein mit Idan Weiss, Jenovéfa Boková, Peter Kurth. Prag, Ende des 19. Jahrhunderts. Bereits als Kind leidet Franz Kafka unter seinem autoritären Vater. Später ist es das „dumme Geschreibsel“, das der Vater ablehnt, und die Arbeit in der Versicherung, die den angehenden Schriftsteller nicht ausfüllt. Kafka durchlebt den Zwiespalt zwischen seinen Ängsten, seinen Selbstzweifeln und seiner Sehnsucht nach literarischem Erfolg.
- »Dann passiert das Leben« von Neele Vollmar mit Anke Engelke, Ulrich Tukur. Hans steht kurz vor der Pensionierung, aber weder er noch seine Frau Rita sind glücklich über ihre neu gewonnene Freizeit. In den letzten 35 Jahren folgte ihre Ehe einer festen Routine, wobei Rita das Tempo vorgab. Was Rita angeht, gibt es keinen Grund, etwas zu ändern. Tatsächlich mag sie Veränderungen überhaupt nicht. Doch ein Schicksalsschlag reißt alte Wunden wieder auf und zwingt sie, sich zu fragen: Sind sie noch ein Paar oder zwei getrennte Individuen?
- »Die My Love« von Lynne Ramsay mit Jennifer Lawrence, Robert Pattinson, Nick Nolte, Sissy Spacek. Grace und ihr Partner Jackson sind gerade in ein altes Haus auf dem Land gezogen. Mit dem Ziel, die Great American Novel zu schreiben, richtet sich Grace in ihrer neuen Umgebung ein. Schon bald bekommen die beiden ein Baby. Doch während Jackson verdächtig häufig abwesend ist und der Druck des Familienlebens immer stärker auf Grace lastet, wird sie immer unberechenbarer – und hinterlässt eine Spur der Verwüstung.
- »Das Geheimnis von Velazquez« von Stéphane Sorlat mit Vincent Lindon, Isabel Coixet. Édouard Manet pries ihn als „Maler aller Maler“ und Pablo Picasso widmete ihm eine eigene Gemäldereihe – aber wer war Diego Velázquez (1599-1660) wirklich? Mit „Die Hoffräulein“ schuf der Hofmaler des spanischen Königs eines der einflussreichsten Gemälde aller Zeiten und hinterließ ein über 200 Gemälde umfassendes Lebenswerk. Die Doku spürt den Echos eines genialen Malers nach, die bis heute Rätsel aufgeben.
- »Jay Kelly« von Noah Baumbach mit George Clooney, Adam Sandler, Laura Dern. Der erfolgreiche Schauspieler Jay Kelly steckt in einer Lebenskrise: Sein Job erfüllt ihn nicht mehr, die Beziehung zu seinen Töchtern ist zerrüttet. Als ein alter Freund stirbt, bricht er spontan mit seinem Manager Ron zu einer turbulenten Europareise auf. Unterwegs müssen sich beide mit den Konsequenzen ihrer Lebensentscheidungen, ihren familiären Bindungen und der Frage auseinandersetzen, was sie hinterlassen wollen.
- »Sentimental Value« von Joachim Trier mit Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Inga Ibsdotter. Die Schwestern Nora und Agnes ringen mit dem zerbrochenen Verhältnis zu ihrem Vater Gustav, als dieser plötzlich wieder in ihren Leben auftaucht. Der einst gefeierte Regisseur will in seinem Comeback-Film eine sehr persönliche Geschichte erzählen – und unbedingt, dass Nora die Hauptrolle spielt. Nachdem Nora dies ablehnt, taucht plötzlich ein berühmter Hollywood-Star vor der Haustür auf.
- »Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße« von Wolfgang Becker mit Charly Hübner, Christiane Paul, Steffen Jürgens, Daniel Brühl. Der Berliner Videothekenbesitzer Micha Hartung (Charly Hübner) steht kurz vor der Pleite. Doch aus dem Nichts wird er ungewollt zum gesamtdeutschen Helden: Als ihn zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ein Journalist zum Drahtzieher der größten Massenflucht der DDR stilisiert, steht sein Leben plötzlich Kopf. Als Hochstapler wider Willen verstrickt sich Micha in einem Gestrüpp aus Halbwahrheiten und handfesten Lügen
Der Weihnachtsmann am Schmachter See
Von Friedhelm Denkeler,

Ein Frohes Fest und ein glückliches neues Jahr 2026 wünscht Friedhelm Denkeler
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Warum ist Holzhacken so beliebt?

Impressionen von der Vernissage Friedhelm Denkeler: »Signs – Vom Licht getroffen« im Atelier Kirchner

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Neues Portfolio »Signs – Vom Licht getroffen«

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Schöne Aussicht (sic!) in der Oranienburgerstraße




