Die Winteridylle und eine zugefrorene Wasserleitung
Von Friedhelm Denkeler,
Der strenge Winter 1962/1963 in Westfalen

Im Winter 1962/1963 überzog eine sibirische Kälte Deutschland. Als Jugendlicher habe ich in Westfalen diesen strengen Winter erlebt und scheinbar auch genossen, zumindest ergaben sich reizvolle Motive in dieser Zeit. Für den gesamten Winter registrierten die Meteorologen in Westfalen 26 »Eistage«, das sind Tage, an denen das Thermometer auch tagsüber unter dem Gefrierpunkt bleibt. Der Boden war ungewöhnlich tief gefroren und die Wasserleitung zu unserem Haus war zum Ende der Frostperiode eingefroren. Spätestens dann muss auch das Genießen zu Ende gewesen sein.
Winter am Slatsee
Von Friedhelm Denkeler,

Der Name Schlachtensee geht nicht auf eine Schlacht zurück, sondern auf einen slawischen Begriff und verweist auf die slawische Zeit in der Mark Brandenburg. In einer Urkunde des einflussreichen Klosters Lehnin des Zisterzienserordens findet sich 1242 die einzige Erwähnung als Dorf ›Slatdorp‹ am ›Slatsee‹. Nach dieser Urkunde kaufte das Kloster den gemeinsam regierenden askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. Zehlendorf und Slatdorp mit zwei Seen und einem Wald für 300 Mark ab.
Die falschen Soldaten vom Checkpoint Charlie
Von Friedhelm Denkeler,

Der bekannteste Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin war der im amerikanischen Sektor liegende Checkpoint Charlie. Heute ist er einer der beliebtesten Treffpunkte für Touristen geworden. Die künstlerische Installation des russischen Soldaten stammt von Frank Thiel. Auf der Rückseite des Leuchtkastens ist ein amerikanischer Soldat zu sehen.
Der Grenzübergang in der Friedrichstraße markierte die Trennlinie zwischen den ehemaligen Einflussbereichen der beiden Weltmächte. 1961 standen sich hier sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber. Heute halten hier nur zwei ›Schauspieler‹ als alliierte Soldaten Wache und stellen sich den Touristen gegen einen kleinen Obolus als Fotomotiv zur Verfügung.
Die work in progress-Serie »In den Straßen von Berlin« besteht aus großformatigen Farb-Fotos aus dem Nach-Wende-Berlin. Die Photographien zeigen den Wandel des Stadtbildes seit dem Jahr 2000: Abriss des Palastes der Republik und neue Hotels, hauptsächlich im Ost-Teil der Stadt, Bautätigkeiten im alten Westen, das Tempelhofer Feld, das seit 2008 als Flugbahn ausgedient hat, Touristenströme am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie, am Hauptbahnhof und im Lustgarten in Mitte. Das Portfolio wird laufend ergänzt. Ein Künstlerbuch ist für 2027 geplant.
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Theorie und Praxis

Zwei Westfälische Landschaften im Nebel
![»Mit etwas Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen« [Robert Lembke], Foto/Grafik © Friedhelm Denkeler 2003](https://journal.denkeler-foto.de/wp-content/uploads/2018/11/2018-12_steine-treppe.jpg)
Eine Treppe bauen

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