Suchergebnisse Kategorie: Fotografisches Fundstück

In dieser Kategorie finden Sie aktuelle Photographien, die bisher keinem Portfolio zugeordnet sind, wie Impressionen von Stadtgängen, Landausflügen, Urlaubsreisen, Stillleben, oder auch Erlebnisse aus dem Alltag.

Die Blaue Stunde an der Seebrücke in Binz

Von Friedhelm Denkeler,

»Die Blaue Stunde an der Seebrücke«, Binz, Rügen, Ostsee, Foto © Friedhelm Denkeler 2012
»Die Blaue Stunde an der Seebrücke«, Binz, Rügen, Ostsee, Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Im Jahr 1902 wird eine 560 Meter lange Seebrücke aus Holz im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen gebaut und drei Jahre später durch eine Sturmflut zerstört. Eine neue Brücke wird gebaut und 1942 durch gewaltige Eismassen erneut schwer beschädigt. Nach 52 Jahren ohne Brücke, gibt es seit Mai 1994 wieder eine Seebrücke in einer Länge von 370 Metern und sie steht noch immer.

Horizonte am Steinhuder Meer

Von Friedhelm Denkeler,

"Am Steinhuder Meer mit Blick auf die Insel Wilhelmstein", Foto © Friedhelm Denkeler 2009
»Am Steinhuder Meer mit Blick auf die Insel Wilhelmstein«, Foto © Friedhelm Denkeler 2009

Der große Nachteil einer Großstadt wie Berlin ist, dass man so gut wie nie den Horizont sieht. Also, ein paar Tage auf dem Land verbringen, zum Beispiel in Steinhude am Steinhuder Meer. Mit 29 Quadrat-Kilometern Fläche ist dieses ›Meer‹ der größte Binnensee Nordwest-Deutschlands. Er wird vorwiegend aus Grundwasser gespeist und ist das Zentrum des Naturparks Steinhuder Meer. Der See befindet sich in der Großlandschaft der Hannoverschen Moorgeest, östlich angrenzend liegt das Tote Moor (siehe Lage hier). Der See bildete sich in einem Becken gegen Ende der letzten Eiszeit vor etwa 14.000 Jahren. www.naturpark-steinhuder-meer.de

Der Rettungsturm am Ostseestrand in Binz

Von Friedhelm Denkeler,

Der Meister des Schalenbetons im Rettungsturm, Ahornblatt und in der Seerose.

»Der Rettungsturm am Ostseestrand«^, Binz, rügen, Ostsee, Foto © Friedhelm Denkeler 2012
»Der Rettungsturm am Ostseestrand«, Binz, Ostseeinsel Rügen, Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Man denkt an ein unbekanntes Flugobjekt, wenn man sich dem futuristisch anmutenden ehemaligen Rettungsturm am Strand von Binz auf der Ostsee-Insel Rügen nähert. Der als Meister des Schalenbetons bekannt gewordene und in Binz geborene Architekt Ulrich Müther (* 1934, † 2007) hat ihn neben 50 weiteren Schalenbauten entworfen. Das architektonische Kleinod am Binzer Strand wurde 1968 errichtet und heute wird als Außenstandort des Standesamtes Binz genutzt.

Ulrich Müther kennen wir als Berliner sehr gut: Er entwarf die 1973 in Berlin-Mitte auf der Fischerinsel errichtete Gaststätte Ahornblatt. Leider wurde das denkmalgeschützte Gebäude trotz internationaler Proteste im Jahr 2000 abgerissen. Hingegen steht Müthers Seerose in Potsdam noch immer.

Das Krokodil im Freiburger Bächle

Von Friedhelm Denkeler,

»Das Krokodil im Freiburger Bächle1, Foto © Friedhelm Denkeler 2014
»Das Krokodil im Freiburger Bächle«, Foto © Friedhelm Denkeler 2014

Durch die Obere Altstadt fließt in Freiburg der Gewerbebach. Und er weist eine Besonderheit auf, die scheinbar noch nicht einmal alle Einheimischen kennen. Erst ein ehemaliger Berliner führte uns an die richtige Stelle in der Gerberau, denn im Bach treibt ein steinernes Krokodil sein Unwesen. Das Werk hat der Künstler Ole Meinecke geschaffen.

Der Gewerbebach wurde schon vor der Stadtgründung von Freiburg angelegt; der Kanal diente der Wiesenbewässerung und mit ihm wurden seit dem Mittelalter Mühlen angetrieben. Heute speist er die kleinen Bächle, die überall neben den Bürgersteigen fließen. Den Touristen erzählt man, wer in die etwa 30 cm tiefen, offenen Kanäle hineinfällt, muss jemanden aus Freiburg heiraten. Unserem freundlichen Begleiter ist dies offenbar widerfahren und es hat ihm Glück gebracht.

»Schatten am Bächle«, Freiburg, Foto © Friedhelm Denkeler 2014
»Schatten am Bächle«, Freiburg, Foto © Friedhelm Denkeler 2014

Zum Nikolaus-Tag

Von Friedhelm Denkeler,

Lustig, lustig trallerallera, bald ist Nikolausabend da …

"Nikolaus am Balkon", © Friedhelm Denkeler 2002
»Nikolaus am Balkon«, Foto © Friedhelm Denkeler 2002

Es war einmal ein junger Mann, der im dritten Jahrhundert in der heutigen Türkei in der Nähe von Antalya in der Stadt Myra lebte, sich um die Armen und Entrechteten kümmerte und schließlich Bischof der Stadt wurde. Als Heiliger Nikolaus wurde er im Mittelalter Schutzpatron der Kinder. Seitdem reist er in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember mit seinem Schlitten zu den Kindern, um ihnen Süßigkeiten und kleine Geschenke zu bringen.

Früher kam er durch den Kamin ins Haus, heute müssen die Kinder am Abend vorher ihre Schuhe auf den Balkon herausstellen, in die der Nikolaus seine Gaben legt. Die heutige rote Kleidung mit dem weißen Pelzbesatz trägt der Weihnachtsmann aber erst seit der großen Werbeaktion im Jahr 1932 durch Coca Cola. So kommt er auch nicht mehr auf dem Schlitten, sondern in einem großen Truck.

Wer am höchsten fliegt, sieht am weitesten

Von Friedhelm Denkeler,

Impressionen vom Tempelhofer Feld #3

»Blick vom Tempelhofer Feld auf Neukölln«, (ehemaliger Flugplatz Tempelhof), Berlin, Foto © Friedhelm Denkeler 2011
»Blick vom Tempelhofer Feld auf Neukölln«, (ehemaliger Flugplatz Tempelhof), Berlin, Foto © Friedhelm Denkeler 2011

1945 übernahm die US-Air-Force den Flughafen Tempelhof von den sowjetischen Besatzern. Vom Juni 1948 bis zum Mai 1949 wurden alle Zufahrtswege nach Berlin (West) durch die Sowjets blockiert. Der Flughafen bekam während dieser Zeit eine völlig neue Bedeutung – die Berliner Luftbrücke entstand. Teilweise im 90-Sekunden-Takt starteten und landeten die Flugzeuge (Rosinenbomber), um die Versorgung von Berlin sicherzustellen. Ab 1950 wurde der Flughafen auch für die zivile Nutzung freigegeben. Die drei westalliierten Fluggesellschaften Pan Am, BEA und Air France flogen nun regelmäßig Tempelhof an. Mit dem Ende der Teilung Deutschlands und dem Baubeginn des neuen Flughafens Schönefeld endete am 30. Oktober 2008 der Flugbetrieb in Tempelhof.

Seit Mai 2010 ist das ehemalige Flughafen-Gebiet öffentlich zugänglich. Der Volksmund sagt Wer am höchsten fliegt, sieht am weitesten, das stimmt sicherlich. Für uns Städter allerdings ist auch der Besuch des Tempelhofer Feldes schon ein Ereignis an sich. Endlich können wir einmal den Horizont wahrnehmen und an die 2.500 Meter weit sehen. Kein Baum, Strauch und oder Gebäude, nichts stört die Sicht. 386 Hektar freies Feld bieten mitten in  der Stadt eine grandiose Fernsicht. In der Mitte des Platzes herrscht praktisch absolute Ruhe und beim Blick von der südlichen Rollbahn gegen Osten auf den Bezirk Neukölln (Foto) bekommt man einen vagen Eindruck von der Größe der Stadt.

Nur Fliegen ist schöner

Von Friedhelm Denkeler,

Impressionen vom Tempelhofer Feld #2

»Tempelhofer Feld« (ehemalig Flughafen Tempelhof), Foto © Friedhelm Denkeler 2011
»Tempelhofer Feld« (ehemalig Flughafen Tempelhof), Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Die Geschichte des Fliegens auf dem Tempelhofer Feld begann um 1900 mit der Stationierung der militärischen Luftschifferabteilung. Im August 1909 startete hier während einer mehrwöchigen Flugschau der erste Zeppelin und landete anschließend in der Jungfernheide. Der Luftfahrtpionier Orville Wright führte Demonstrationsflüge durch und stellte dabei den Höhenweltrekord von 172 Metern auf. Der Ruf nach einem richtigen Flugplatz wurde immer lauter und es entstand ein erster in Johannisthal. Zu weit von der Stadtmitte entfernt, stellte man bald darauf fest und so begann 1922 der Bau eines Flughafens in Tempelhof.

1923 wurde der Flughafen Tempelhof offiziell in Betrieb genommen. Im ersten Jahr starteten 150 Flüge mit insgesamt 100 Passagieren. Tempelhof entwickelte sich zum wichtigsten Flughafen Europas und wurde auf Dauer zu klein. Planungen für den Zentralflughafen Tempelhof mit der heutigen Bebauung begannen. 1942 wurde der Weiterbau eingestellt. Die Gebäude wurden Teil der von den Nazis geplanten Nord-Süd-Achse für die Welthauptstadt Germania. Ingesamt war Tempelhof zu dieser Zeit der größte zusammenhängende Gebäudekomplex der Welt. Fortsetzung folgt.

Unter dem Pflaster liegt der Strand

Von Friedhelm Denkeler,

Impressionen vom Tempelhofer Feld #1

Unter dem Pflaster liegt der Strand«, Tempelhofer Feld (ehemalig Flughafen Tempelhof), Foto © Friedhelm Denkeler 2011
»Unter dem Pflaster liegt der Strand«, Tempelhofer Feld (ehemalig Flughafen Tempelhof), Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Zwischen den Orten Schöneberg und Tempelhof lag bis zum 18. Jahrhundert ein Landstück, Großes Feld genannt, das von den Bauern als Ackerfläche genutzt wurde. Um 1800 diente dann ein bestimmter Teil des Gebietes dem Militär als Parade- und Exerzierplatz und Manövergelände. Ein anderer Bereich war bei den Berlinern als Naherholungsgebiet beliebt. Hier gab es den kleinen See Schlangenpfuhl, in dem die Besucher baden konnten.

Später wurde das Feld durch verschiedene Luftfahrtaktivitäten bekannt. Ballonfahrten starteten hier und es entstanden die ersten fotografischen Luftbildaufnahmen. 1897 fand der weltweit erste Flug eines Starrluftschiffes statt. Heute, nachdem der Flugplatz Tempelhof nicht mehr existiert und seine historische Funktion, auf die ich später noch eingehen werde, verloren hat, sprechen wir wieder vom Tempelhofer Feld. Für diese Woche plane ich zwei weitere Posts mit Impressionen vom heutigen Tempelhofer Feld.