An der Mauer und am Teltow-Kanal

Siebtes Kapitel aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge», 1984/2020

»Alte Eisenbahntrasse», Berlin-Neukölln, aus dem Portfolio »Harmonie eines Augenblicks«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Alte Eisenbahntrasse», Berlin-Neukölln, Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Die wilde Natur Berlins zeigte sich in den Sommermonaten nicht nur auf dem Bahngelände und im Industriegebiet, sondern insbesondere an der Mauer und am Teltowkanal. Überwachsene Trampelpfade und Gleise, repräsentative Toreinfahrten, die einmal bessere Zeiten gesehen haben, idyllische Wohnhäuser mit einem wilden, blühenden Fliederwald, reihten sich aneinander.

Ein Stadtgang auf dem ehemaligen Treidelweg am Kanal brachte immer wieder Überraschendes zu Tage. Auf dem Treidelweg waren bis 1945 Schienen verlegt und mit einer elektrischen Mini-Lokomotive wurden die Schiffe durch den Kanal gezogen. Auf anderen Kanälen wurden auch Zugtiere eingesetzt. Heute kann man auf dem beliebten Wanderweg in aller Ruhe trödeln (ein älteres Synonym für Treideln).

»Teltow-Kanal mit Industriehalle«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Teltow-Kanal mit Industriehalle«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Anmerkung zum Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/2020

Während meiner Neuköllner Zeit unternahm ich mehrere fotografische Stadtgänge, die im vorliegenden Portfolio mit den folgenden neun Kapiteln mündeten: 1 Der Körnerpark, 2 Schienen und Bauten in wilder Natur, 3 Von Garagen, Tankstellen und Werkstätten, 4 Die High-Deck-Siedlung, 5 In der Kleingarten-Anlage, 6 Stadtgänge im Industriegebiet, 7 An der Mauer und am Teltow-Kanal, 8 Pittoreskes aus Neukölln und 9 Ein Friedhof im Schnee. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1977 und 1984 in Berlin-Neukölln. Siehe ausführlichen Artikel »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«.

Digitale Abzüge

Das gesamte Portfolio besteht aus 180 Photographien. In einer Übersicht auf meiner Website »Lichtbilder« stehen 45 als Indexprint (je 5 aus den 9 Kapiteln) und 9 als Einzelbilder (je 2 aus den 9 Kapiteln) zur Ansicht bereit. Die Größe der Original-Prints beträgt 30 x 45 cm (Bildmaß = Blattmaß) in einem Passepartout 50 x 60 cm. Belichtet werden sie auf »Fujicolor Crystal Archive Papier« (PE), 250 Gramm.

Analoge Abzüge

Auf Wunsch werden die Schwarzweiß-Photographien im analogen Entwicklungsprozess mit Silbergelatine-Barytpapier (Ilford) archivfest ausgearbeitet. Für eine schwarzweiße Photographie ist Barytpapier die edelste Art von Fotopapier. Die Größe der Fotoabzüge beträgt: Bildmaß: 30 x 45 cm, Blattmaß:  40 x 55 cm. Das kartonstarke Papier ist 315 g/qm schwer. Die Auflage beträgt in der Regel max. 10+2 AP.

Künstlerbuch

Die 180 Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 216 Seiten im Format 29,7 x 21,0 cm in einer limitierten Auflage 30 + 4 AP im Selbstverlag erschienen (2020). 
 Gestaltung, Satz: © Friedhelm Denkeler 2020. 
Druck: WhiteWall Media GmbH, 50226 Frechen


Künstlerbücher sind ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Sie bewegen sich im Schnittpunkt von Büchern und Kunst, werden in der Regel vom Künstler selbst produziert und im Eigenverlag herausgegeben. Beim Buchobjekt handelt es sich oft um Unikate, ansonsten erwartet der Sammler eine limitierte Auflage, die vom Künstler nummeriert und signiert ist (siehe auch der ausführliche Artikel »Künstlerbücher – Das Buch als Kunstobjekt«

In unregelmäigen Abständen werde ich im »Journal« Einzelbilder aus dem Portfolio veröffentlichen (Print- und Buchpreis auf Anfrage).

Stadtgänge im Industriegebiet

Sechstes Kapitel aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge», 1984/2020

»Tanklager am Sieversufer«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Tanklager am Sieversufer«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979

»Wer sitzt, denkt an Besitz. Wer geht ist bewandert»
[Aurel Schmidt: »Gehen. Der glücklichste Mensch auf Erden«, Wien, 2007]

Einer meiner Lieblingsstadtgänge war am frühen Sonntagmorgen der Gang durch die Industriegelände im Südosten von Neukölln, um Stimmungen wie die »Winteridylle am Sieversufer in Neukölln« mit dem Melitta-Werk oder den schönen Industriebau aus Backstein der Firma »Linde« einzufangen. Viele Tanklager, auch am Teltowkanal, prägen die Stadtlandschaft.

Die damals fotografierten Industrieanlagen haben sich in den vierzig Jahren, insbesondere nach der Wende, drastisch verändert. Die Orte der Anlagen sind heutzutage nicht mehr alle nachvollziehbar. Auf einem erneuten Stadtgang in der Gegend habe ich verzichtet. Die Stimmungen möchte ich so in Erinnerung behalten, wie ich sie auf den Photographien damals festgehalten habe.

»Weidenkätzchen vor den Sandbergen», Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Weidenkätzchen vor den Sandbergen», Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Anmerkung zum Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/2020

Während meiner Neuköllner Zeit unternahm ich mehrere fotografische Stadtgänge, die im vorliegenden Portfolio mit den folgenden neun Kapiteln mündeten: 1 Der Körnerpark, 2 Schienen und Bauten in wilder Natur, 3 Von Garagen, Tankstellen und Werkstätten, 4 Die High-Deck-Siedlung, 5 In der Kleingarten-Anlage, 6 Stadtgänge im Industriegebiet, 7 An der Mauer und am Teltow-Kanal, 8 Pittoreskes aus Neukölln und 9 Ein Friedhof im Schnee. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1977 und 1984 in Berlin-Neukölln. Siehe ausführlichen Artikel »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«.

Digitale Abzüge

Das gesamte Portfolio besteht aus 180 Photographien. In einer Übersicht auf meiner Website »Lichtbilder« stehen 45 als Indexprint (je 5 aus den 9 Kapiteln) und 9 als Einzelbilder (je 2 aus den 9 Kapiteln) zur Ansicht bereit. Die Größe der Original-Prints beträgt 30 x 45 cm (Bildmaß = Blattmaß) in einem Passepartout 50 x 60 cm. Belichtet werden sie auf »Fujicolor Crystal Archive Papier« (PE), 250 Gramm.

Analoge Abzüge

Auf Wunsch werden die Schwarzweiß-Photographien im analogen Entwicklungsprozess mit Silbergelatine-Barytpapier (Ilford) archivfest ausgearbeitet. Für eine schwarzweiße Photographie ist Barytpapier die edelste Art von Fotopapier. Die Größe der Fotoabzüge beträgt: Bildmaß: 30 x 45 cm, Blattmaß:  40 x 55 cm. Das kartonstarke Papier ist 315 g/qm schwer. Die Auflage beträgt in der Regel max. 10+2 AP.

Künstlerbuch

Die 180 Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 216 Seiten im Format 29,7 x 21,0 cm in einer limitierten Auflage 30 + 4 AP im Selbstverlag erschienen (2020). 
 Gestaltung, Satz: © Friedhelm Denkeler 2020. 
Druck: WhiteWall Media GmbH, 50226 Frechen


Künstlerbücher sind ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Sie bewegen sich im Schnittpunkt von Büchern und Kunst, werden in der Regel vom Künstler selbst produziert und im Eigenverlag herausgegeben. Beim Buchobjekt handelt es sich oft um Unikate, ansonsten erwartet der Sammler eine limitierte Auflage, die vom Künstler nummeriert und signiert ist (siehe auch der ausführliche Artikel »Künstlerbücher – Das Buch als Kunstobjekt«

In unregelmäigen Abständen werde ich im »Journal« Einzelbilder aus dem Portfolio veröffentlichen (Print- und Buchpreis auf Anfrage).

Ein Relaunch der Websites LICHTBILDER und JOURNAL

Responsives Webdesign und TLS-Verschlüsselung auf dem PC, Laptop und Smartphone

»Qualität ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Qualität«, Foto/Grafik © Friedhelm Denkeler 2002
»Qualität ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Qualität«, Foto/Grafik © Friedhelm Denkeler 2002

Seit fast zwei Jahrzehnten, seit 2002, gibt es meine Website LICHTBILDER. Mein Blog JOURNAL startete am 1. Juli 2010 mit dem Zitat »Qualität ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Qualität«. Das habe ich jetzt zum Anlass genommen, meine beiden Websites einem kompletten Relaunch zu unterziehen. Dazu gehört in erster Linie die Informationsarchitektur. Ebenso sollte ein der Zeit entsprechendes, sicheres Content-Management-System (CMS) eingeführt werden. Das wird der Besucher zwar nicht unbedingt merken; er erwartet aber eine einfache Navigation; er möchte sich auf der Seite intuitiv bewegen können und zur Not die Seiteninhalte auch auf dem Smartphone abrufen können. Das Ziel war es also, die beiden Websites in Bezug auf Struktur, Technik und Oberfläche dem aktuellen Status quo anzupassen.

Blog »JOURNAL – Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst«

Meinen Blog betreibe ich von Anfang an mit »WordPress«. Mit rund 18 Millionen Installationen weltweit ist WordPress das am meisten genutzte Open-Source-CMS. Zunächst war die Software als Blogsystem konzipiert; inzwischen kann man sie auch für ›normale‹ Websites benutzen. Mein Blog hatte also eine gute Grundlage, zunächst allerdings ohne responsives Webdesign. Vor einem Jahr wurde der Blog angepasst; er entsprach aber noch nicht dem Stand der Technik und auch die Benutzeroberfläche war verbesserungswürdig.

Mit Hilfe des Theme »GeneratePress Premium« und entsprechend meinen Vorstellungen der Oberfläche habe ich den Blog angepasst. Dank des responsiven Webdesign und der aktuellen Technik funktioniert die Seite nun auf sämtlichen Endgeräten. Aber nicht nur der Trend im Design, auch die Sicherheitstechnik hat sich in den letzten Jahren verändert. Heute erwarten die User und Suchmaschinen wie Google, eine Verschlüsselung der Website. Das JOURNAL habe ich inzwischen erfolgreich mit TLS (Transport Layer Security, früher: SSL Secure Sockets Layer) auf eine sichere Datenübertragung umgestellt.

Website »LICHTBILDER – Photographien von Friedhelm Denkeler«

Nun bot sich an, auch meine in die Jahre gekommene Website LICHTBILDER nach dem gleichen Schema mit WordPress auf den neusten Stand zu bringen. Das war allerdings nicht so einfach. Ich habe bisher mit einem Programm zur Webseitenerstellung gearbeitet, NetObject Fusion (NOF), dass nicht mehr weiter entwickelt wurde (unter anderem bot es kein responsives Design an). Also musste ich meine Website komplett neu erstellen.

Damit der Besucher sich mit der neuen Site gleich auskennt, sollten die bisherigen Inhalte – Struktur, Texte und Portfolios – dabei mehr oder weniger komplett übernommen werden. Gleichzeitig sollte es im Frontend (das, was der Besucher sieht) eine vereinfachte Navigation mit den beiden Hauptlinks Portfolios und Arbeiten geben. Und für mich sollte das Arbeiten im Backend angenehmer und effektiver werden.

Unter Portfolios sind ausgewählte Portfolios mit Thumbnails (zurzeit 30) und unter Arbeiten alle seit 1978 bisher produzierten und geplanten Portfolios (zurzeit 40) zu finden. Die Seiten der einzelnen Portfolios sind alle nach einem gleichen Schema aufgebaut: Indexprint (in der Regel 25 Thumbnails des jeweiligen Portfolios), gefolgt von einer textlichen Zusammenfassung, die Einzelbilder (in der Regel 25 Photographien), ein ausführlicher Artikel und zum Schluss Dokumente (wie Künstlerbuch, Plakat, Katalog, Kritiken).

Im Link Support gibt es Hinweise zu den Original-Prints, zu Künstlerbüchern und zur Navigation, unter Info Biographie, Ausstellungen und Veröffentlichungen und unter Kontakt Möglichkeiten mit dem Herausgeber der Website in Verbindung zu treten (Impressum, Datenschutzerklärung).

Friedhelm Denkeler, 1. April 2021

Das HiFi-Mädel aus Tallahassee

1959 (1) – Freddy Cannon: »Tallahassee Lassie«. Rocken was das Zeug hält und die Red-River-Rebellion

Freddy Cannon: »Tallahassee Lassie«, 1959, Foto/Collage © Friedhelm Denkeler
Freddy Cannon: »Tallahassee Lassie«, 1959, Foto/Collage © Friedhelm Denkeler

Auf der Suche nach einem weniger bekannten, aber guten Rock ’n‘ Roll-Song aus den 1950er Jahren wurde ich fündig. Im Netz steht ein Video aus dem US-amerikanischen Fernsehen, aufgenommen in der Musik-Varieté-Show »Hollywood A Go-Go» am 24. April 1964. Bereits bei den ersten Takten rastet der Moderator Sam Riddle voller Begeisterung aus – und dann kommt Freddy Cannon auf die Bühne und spielt »Tallahassee Lassie« und rockt los, was das Zeug hält.


Wenn ich jemandem erklären müsste, was Rock ’n‘ Roll ist, dann würde ich ihm diesen Song vorspielen. Tallahassee ist übrigens die Hauptstadt des US-Bundesstaats Florida (FLA), die kannte ich bisher nicht. »Hollywood A Go-Go» wurde in den KHJ-TV-Studios in Los Angeles aufgenommen und die erste Folge am 26. Dezember 1964 in Los Angeles ausgestrahlt. Mit der letzten, der 58. Sendung am 5. Februar 1966, wurde die Show eingestellt.


Und weil es so schön war, habe ich weiter gesucht und ein Video mit demselben Song aus der berühmten Musik-Tanz-Schau »American Bandstand« aus Philadelphia vom 12. Dezember 1964 gefunden. Der Rock ‘n’ Roll ist keineswegs mit Bill Haleys »Rock Around The Clock« entstanden. Vielmehr geht er auf den schon in den 1940er Jahren bekannten Rhythm & Blues zurück. Für den großen Durchbruch sorgten aber Radio und Fernsehen. Daran hat »American Bandstand« mit dem Moderator Dick Clark einen großen Anteil. Die berühmte Tanzshow lief von 1956 bis 1987.


Der 1940 geborene Freddy Cannon (Frederico Anthony Picariello) war mir völlig unbekannt, das hat sich jetzt geändert. Der US-amerikanische Rock ’n’ Roll-Sänger hatte in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren einige Hits. »Palisades Park« aus dem Jahr 1962 ist auch einer meiner Lieblingssongs. Freddy kommt aus einem musikalischen Haus; sein Vater spielte Trompete, die Mutter war Songwriterin und schrieb für Freddy den Song »Rock and Roll Baby«. Ein Demo-Tape stellte er dem Musikproduzenten Bob Crewe vor, der dann den Song zu »Tallahassee Lassie« umschrieb.


Als Zweites stelle ich für 1959 das Instrumental »Red River Rock« vor. Es war nicht einfach, einen würdevollen Interpreten zu finden, denn es gibt mindestens 70 Coverversionen. Da der Song weltweit bekannt wurde, mitten in der Rock & Roll-Zeit, liegt es nahe, die Version von Johnny & The Hurricanes auszuwählen. Der Song ist einer meiner Best-of-Songs der frühen Rockgeschichte. Die Single »Red River Rock« kam im Juli 1959 auf den Markt und wurde kurz darauf von »Billboard« besprochen.


Single Johnny & The Hurricanes: »Red River Rock«, Foto/Collage © Friedhelm Denkeler
Single Johnny & The Hurricanes: »Red River Rock«, Foto/Collage © Friedhelm Denkeler

Während einer Aufnahmepause hörte der Manager der Hurricanes wie der Organist mit der Melodie experimentierte; er bat, die Passagen zu wiederholen. So entstand der einmalige Sound als Variation des Originals. Die Grundmelodie wird von einer Hammond-Orgel getragen, mit Licks vom Tenor-Saxophon und einem Mittelteil für Gitarre. In Deutschland und England erreichte der Song Platz 3 der Hitparade und in den Staaten den Rang 6. Es waren die höchsten Platzierungen aller Versionen des Folk- und Country-Lieds. The Hurricanes verkauften davon über 1 Million Singles.


Eine Vokal-Version handelt von der verbotenen Liebe einer Indianerin zu einem britischen Soldaten während der Red-River-Rebellion um 1870 in Kanada. Ethnische und religiöse Feindseligkeiten und Übergriffe der kanadischen Zentralregierung gegen die europäisch-stämmigen Altsiedler sind das Thema. 1925 wurde der Song das erste Mal kommerziell als »Cowboy Love Song« vermarktet. Mit deutschem Text erschien 1959 »Komm zurück in das Tal unserer Träume« von Friedel Hensch und den Cyprys. 


Songtext – Freddy Cannon: »Tallahassee Lassie«

Well, she comes from Tallahassee
She got a hi-fi chassis
Maybe looks a little sassy
But to me, she’s real classy

Yeah, my Tallahassee Lassie
Down in F-L-A

Well, she’s romping to the Drag
The Cha-cha, Rag-a-mop
Stomping to the Shag
Rocks the Bunny Hop

Ooh, ooh.

Well, she dances to the Bop
She dances to the Stroll
She dances to the Walk
She can rock and roll

She’s my Tallahassee lassie
Down in F-L-A

Well, she comes from Tallahassee
She got a hi-fi chassis
Maybe looks a little sassy
But to me, she’s real classy

Yeah, my Tallahassee Lassie Down in F-L-A

Anmerkung zur Kategorie »Siebzig Jahre – Siebzig Songs»

Hier finden Sie Beiträge zu Songs und ihren Interpreten aus 70 Jahren Rock- und Pop-Geschichte 1946 bis 2016. Alle im Text erwähnten Songs sind als Video oder Audio auf den bekannten Musik-Portalen wie YouTube, Vimeo, etc. zu finden. Jeder Artikel ist ein Auszug aus meinem geplanten Künstlerbuch »Siebzig Jahre – Siebzig Songs«.

Die letzten Beiträge zu »Siebzig Jahre – Siebzig Songs«

Teambildung der Pinguine

»Pinguine im Berliner Zoo«, aus dem Portfolio »Sonntagsbilder«, Foto © Friedhelm Denkeler 2002
»Pinguine im Berliner Zoo«, aus dem Portfolio »Sonntagsbilder«, Foto © Friedhelm Denkeler 2002

Anmerkungen zum Portfolio »Sonntagsbilder»

Der Versuch einer Definition: Was ist eigentlich ein Sonntagsbild? Ein »schönes« Bild (was auch immer das nun wieder heißen mag; der Autor legt den Titel quasi mit dem Foto fest); es ist in Farbe (jedenfalls bei meinen Sonntagsbildern); es passt in keine andere Kategorie; es gehört nicht zu einer Serie von Bildern und zu keinem Portfolio. Kurz gesagt: Es ist ein Einzelbild. Aber es ist kein Sonntagsbild im Sinne der Sonntagsmalerei.

Am 26. Februar 2012 erschien in meinem Blog das erste Sonntagsbild. Und jeden Sonntag gab es ein neues – Ausnahmen bestätigten die Regel. Die Sonntagsbilder stammen aus dem Portfolio »Sonntagsbilder«, das ich 2005 abgeschlossen habe. Aber der Titel Sonntagsbild ist einfach ein zu schöner Titel. Unter dieser Prämisse führe ich die Kategorie »Sonntagsbilder« in meinem Blog bis auf weiteres mit Fotos aus meinem Archiv und mit neuen Aufnahmen weiter.

Schwarzweiß hat viele Farben

Betrachtungen zum photographischen Bild

Das fotografische Archiv versammelt im Abbild die letzten Elemente der dem Gemeinten entfremdeten Natur [Siegfried Kracauer]

"Robert", Foto © Friedhelm Denkeler 1964
»Robert«, Foto © Friedhelm Denkeler 1964

In der Pionierzeit der Fotografie um 1850 gab es nur die Schwarzweiß-Fotografie. Glasplatten, die mit einer Gelatineschicht mit eingelagerten Silberhalogeniden beschichtet waren, standen ganz am Anfang. Diese einfache Vervielfältigungs-Methode war der Beginn des ersten massenhaft verbreiteten Bildmediums der Kulturgeschichte.

Als Pioniere der Fotografie sind Joseph Nicéphore Nièpce, Louis Jacques Mandé Daguerre und William Henry Fox Talbot zu nennen. 1870 wurde durch John Wesley Hyatt das Zelluloid erfunden, dass die Grundlage für die Roll- und Kleinbildfilme bildete (und natürlich der Kinofilme).

Seit den 1930er Jahren wurde die Farbfotografie zwar technisch massentauglich, aber es war lange Zeit eine finanzielle Entscheidung, ob man in erschwinglichem Schwarzweiß oder in kostenintensiver Farbe fotografierte.

1960 machte ich meine ersten eigenen Aufnahmen mit einer einfachen 6×9-Box meines Vaters, natürlich mit einem Schwarzweiß-Rollfilm und 1962 folgte meine erste eigene 24×36-Kleinbild-Kamera, bestückt mit einem 36er-Schwarzweiß-Kleinbildfilm. Ab 1965 schloss sich ein „Zwischenspiel in Farbe“ an: Für zehn Jahre entstanden meine Aufnahmen auf Farb-Dia-Filmen.

Mit der Einrichtung einer eigenen Dunkelkammer, der Ausbildung an der Werkstatt für Photographie in Berlin-Kreuzberg und der ernsthaften Auseinandersetzung mit der Fotografie wurden die Bilder schnell wieder Schwarzweiß. Dieser Begriff ist aber zu einfach und wird den Fotografien nicht gerecht: In Wirklichkeit bestehen die Bilder aus einzelnen Grauwertabstufungen zwischen den beiden Extremen schwarz und weiß.

Die Fotografie ist unser Exorzismus. Die primitive Gesellschaft hatte ihre Masken, die bürgerliche ihre Spiegel. Wir haben unsere Bilder [Jean Baudrillard]

Aufruhr in Brooklyn als Vorläufer des Punk und Metal

1958 (2) – Link Wray & His Ray Men: »Rumble«. Great Balls Of Fire – Eine der denkwürdigsten Textzeilen des Rock

1958 – Link Wray & His Ray Men: »Rumble«, Foto/Collage © Friedhelm Denkeler
1958 – Link Wray & His Ray Men: »Rumble«, Foto/Collage © Friedhelm Denkeler

Es ist mit Sicherheit der einzige Instrumental-Song, der jemals von Radio-Stationen verbannt wurde, ohne Texte über Drogen oder Sex (sic!) zu beinhalten. Der Titel allein, den man mit Aufruhr übersetzen kann und der düstere und bedrohliche Sound, reichten aus, den Song nicht zu spielen, denn er »klang wie die Einladung zu einem Messerkampf» [Rolling Stone]. Um den rauen, verzerrten Klang herzustellen, soll Wray Löcher in den Lautsprecher seines Gitarrenverstärkers geschlagen haben und verwandelte ihn damit in eine »Fuzzbox«, die es damals noch nicht gab.

Aus der heutigen Sicht ist das nicht mehr nachvollziehbar. Aber wenn man sich die Liveaufnahme aus San Francisco von 1974 anhört, wird die Angst der Radiomacher, dass »Rumble« tatsächlich eine Gewalttätigkeit anregen könnte, schon deutlicher. Ein Fan schrieb zum Live-Video »Wray was cool, before cool was cool«. Im Netz findet man ein Video mit dem Original-Song passenderweise mit einem Ausschnitt aus dem Film: »The Delicate Delinquent« (Der Held von Brooklyn, 1957) von Don McGuire mit Jerry Lewis.

Die Musikindustrie präsentierte damals das saubere, gepflegte Lebensgefühl des aufstrebenden Nachkriegs-Amerika. Link Wray dagegen spielten ihre Musik roh und emotionslos; »Rumble« war eine Provokation für das Establishment. Die Ray Men kann man deswegen als Vorläufer von Punk und Metal sehen.

1958 – Johnnie Ray: »Yes Tonight, Josephine«, Foto/Collage © Friedhelm Denkeler
1958 – Johnnie Ray: »Yes Tonight, Josephine«, Foto/Collage © Friedhelm Denkeler

Als Fred Lincoln ›Link‹ Wray im Jahr 2005 starb, spielten Bob Dylan und Bruce Springsteen ihm zur Ehre »Rumble« und Pete Townshend sagte, er hätte nie eine elektrische Gitarre gekauft, wenn es nicht Wrays »Rumble« gegeben hätte. 1958 erreichte der Song Platz 16 der »Billboard Hot 100«. Bei der Zeitschrift »Rolling Stone« landete der Song auf Platz 45 der 100 besten Gitarristen aller Zeiten. Er beeinflusste viele Band wie die Yardbirds oder The Who.

Johnnie Ray war in den 1950er Jahren einer der erfolgreichsten Pop-Interpreten Amerikas. Bei seinen Konzerten gab es regelrechte Krawalle. Er wurde von begeisterten weiblichen Fans bestürmt und bedrängt. Das war damals etwas Neues, später trat es für Elvis und für die Beatles wieder auf. Für mich bleibt für immer mit Johnnie der Song »Yes Tonight, Josephine« verbunden. Und dann kam Im Jahr 1958 noch Elvis Presley mit dem Song »Jailhouse Rock«. Es war dem Titelsong aus dem gleichnamigen Film mit Elvis in der Hauptrolle.

Und auch den ›Sommerhit‹ 1958, den »Summertime Blues« von Eddie Cochran darf ich nicht vergessen. Der ›Sommerhit‹ ist eine Erfindung der Musikindustrie; es geht um Songs, die vielfach in einem bestimmten Sommer intensiv im Radio gespielt wurden. Sex kam bei den jungen Rock ’n‘ Roller in den 1950er Jahren nur in Andeutungen vor, Jerry Lee Lewis war dagegen in »Great Balls Of Fire« freizügiger. Und deswegen wurde der Song ein Nummer-eins-Hit. Er hämmert so sehr auf seinem Klavier herum, dass nur noch ein Schlagzeug nötig war. Der Film »Great Balls Of Fire – Jerry Lee Lewis – Ein Leben für den Rock ’n‘ Roll« von 1989 sichert Lewis‘ Platz in der Rock-Geschichte.

Songtext – Jerry Lee Lewis: »Great Balls Of Fire«

You shake my nerves and you rattle my brain

Too much love drives a man insane

You broke my will, but what a thrill

Goodness gracious great balls of fire

I laughed at love when I thought it was funny

But you came along and you moved me honey

I’ve changed my mind, this love is fine Goodness gracious great balls of fire

Kiss me baby, woo, feels good

Well I want to love you like a lover should

You’re fine, so kind

Got to tell this world that you’re mine! Mine! Mine! Mine!

I chew my nails and I twiddle my thumbs

I’m real nervous but it sure is fun

Come on baby, you drive me crazy

Goodness gracious, great balls of fire!      

Anmerkung zur Kategorie »Siebzig Jahre – Siebzig Songs»

Hier finden Sie Beiträge zu Songs und ihren Interpreten aus 70 Jahren Rock- und Pop-Geschichte 1946 bis 2016. Alle im Text erwähnten Songs sind als Video oder Audio auf den bekannten Musik-Portalen wie YouTube, Vimeo, etc. zu finden. Jeder Artikel ist ein Auszug aus meinem geplanten Künstlerbuch »Siebzig Jahre – Siebzig Songs«.

Die letzten Beiträge zu »Siebzig Jahre – Siebzig Songs«