Gegensätzliche Dinge liegen in der Wirklichkeit manchmal so nahe beieinander, dass ihre bildliche Darstellung zweideutig wird und die Fachleute merkwürdige Schlussfolgerungen daraus ziehen lässt. Das ist bei dem Flachrelief ad sorores III, das ich als Titel für das gesamte Portfolio gewählt habe, der Fall. Dargestellt werden drei Frauenfiguren, die in dieser Dreierkonstellation gemeinhin »Drei Grazien« genannt werden. Handelt es sich bei der Gruppe, die ich im Pergamonmuseum aufgestöbert habe, nun um ein Grabrelief oder um ein Kneipenschild? Das Relief ist wahrscheinlich aus einer römischen Antikensammlung des 15. oder 16. Jahrhundert in der Sammlung von Friedrich III. in Berlin, wie auch immer, gelandet.
War die Inschrift »ad sorores III« von Anfang an auf der Tafel? Oder, wie man vermutet, kam sie als spätere Ergänzung hinzu? Wurde der vierte Strich noch später hinzugefügt (er ist nur schwach ausgeprägt), weil er für die Verwendung als Wirtshausschild »Zu den vier Schwestern« benötigt wurde? Auf meinem Bild sind nur drei Striche zu sehen, deshalb bleibe ich bei »ad sorores III« (denn römisch vier schreibt man bekanntlich: IV). Die Drei Grazien sind in der römischen Mythologie die Töchter des Zeus und der Eurynome und heißen Euphrosyne (die »Frohsinnige«), Thalia (die »Blühende«) und Aglaia (die »Strahlende«).
Weitere Grazien habe ich im Schlosspark Neustrelitz und in der Gipsformerei in Berlin gefunden. Und in Wien war eine Athena mit der Friedensgöttin und die »Allegorie auf die Vergänglichkeit« zu finden. Natürlich darf bei den Grazien auch nicht die »Prinzessinnengruppe Luise und Friederike« von Schadow der Alten Nationalgalerie Berlin fehlen. Eines der bekanntesten Gemälde mit dem Sujet »Die Drei Grazien« ist von Raffael.
Im Jahr 1991 habe ich von Werken der Bildhauerkunst an verschiedenen Orten in Schleswig, Neustrelitz, Fehrbellin, Eberswalde, Donaustauf, Wien, Rhodos, Potsdam und Berlin Lichtbilder produziert. Die Bildwerke habe ich in die drei Kapitel Grazien, Victorien und Flachreliefs eingeteilt, wobei die Victorien von Christian Daniel Rauch in der Walhalla bei Regensburg die Hauptrolle spielten.
Das gesamte Portfolio besteht aus 76 Photographien 30 x 45 cm. Die Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 84 Seiten im Format 30×30 cm erschienen (2019). Auf meiner Website »Lichtbilder« wird das Portfolio »ad sorores Ⅲ – Von Grazien, Victorien und Flachreliefs« ausführlicher vorgestellt.
1946 – Nat King Cole: »(Get Your Kicks On) Route 66«. Der Jump-Blues-Song »Caldonia« von Louis Jordan.
Mein Rock-Archiv beginnt im Jahr 1946. Es war nicht einfach, aus diesem Jahr einen Song zu finden, denn die Geschichte des Rock ’n‘ Roll und damit der Rockmusik begann erst einige Jahre später. Aber es gibt den Blues, der viele Rockmusiker inspirierte und zu Cover-Versionen animierte. Und welcher Titel ist dazu besser geeignet als »(Get Your Kicks On) Route 66« vom »Nat King Cole Trio« aus dem Jahr 1946 und die Cover-Versionen von Chuck Berry, den Rolling Stones, Depeche Mode und Them. Ich mache daher Zeitsprünge von 1946, über 1961 und 1964 bis in das Jahr 1987.
Hinter jedem guten Song sollte eine Geschichte stehen. Der Komponist von »Route 66« Robert William Troup Jr. hatte die Idee zu diesem Song 1946 auf einer langen Fahrt auf der Route 66 nach Los Angeles, wahrscheinlich in einem amerikanischen Straßenkreuzer. Der ab 1926 gebaute, ursprünglich 4000 Kilometer lange Highway, steht für den amerikanischen Mythos von Freiheit und Abenteuer.
Die Route 66 war eine der ersten durchgehend befestigten Straße von Ost nach West, von Chicago nach Santa Monica. Heute sind nur noch Teilstücke der ›Mother Road‹ vorhanden. Und wo eröffnete 1940 das erste McDonald’s – natürlich an der Route 66 in San Bernardino (Kalifornien). Auch der Film ›Easy Rider‹ spielte 1969 teilweise auf der damals schon legendären Strecke.
Der Rhythm & Blues-Song »Route 66« wurde am 15. März 1946 von Nat ›King‹ Cole aufgenommen und erreichte die US-R&B- und die Pop-Chart. Er wurde zum bekanntesten Song des Nat King Cole Trios. Ich habe ihn, soweit ich mich erinnere, erst 1961 durch Chuck Berry oder 1964 durch die Version von den Rolling Stones kennengelernt (vielleicht war es auch umgekehrt).
Charles Edward Anderson ›Chuck‹ Berry (*1926, †2017) kann man als Pionier des Rock ’n‘ Roll betrachten. Er war der Erfinder des Duck-Walk. Seine Version von »Route 66« stammt aus dem Jahr 1961. Vorbilder waren Nat King Cole und Muddy Waters. Mit »Maybellene« hatte er 1955 seinen ersten Hit in den Billboard Charts. Weitere bekannte Hits von Berry sind »Roll Over Beethoven« (1956), »Rock and Roll Music« (1957), »Sweet Little Sixteen« (1958), »Johnny B. Goode« (1958) und »My Ding-a-ling« (1972).
Logo der »Route 66«
»Route 66« ist ebenfalls der erste Track auf dem ersten Studio-Album der Rolling Stones (britische Fassung) aus dem Jahr 1964. Im Song werden die folgenden Orte, in denen sich schon einige ›Kicks‹ ergeben würden, erwähnt: St. Louis (Missouri), Joplin (Missouri), Oklahoma City (Oklahoma), Amarillo (Texas), Gallup (New Mexico), Flagstaff (Arizona), Winona (Arizona), Kingman (Arizona), Barstow (Kalifornien) und San Bernardino (Kalifornien).
Die englische Band »Depeche Mode« wurde 1980 gegründet und hat seitdem dreizehn Studioalben aufgenommen und 52 Singles veröffentlicht. Sie wurde eine der erfolgreichsten Synthie-Pop-Bands der Welt und hat nicht nur bei den Metal-Fans Anhänger. Angeblich soll es über hundert Cover-Versionen von »Route 66« geben und damit wird das Lied zum meistgecoverten Roadsong. Zum Schluss möchte ich noch eine Version von Van Morrisson und seiner Band »Them« aus ihrem ersten Album »The Angry Young Them« aus dem Jahr 1965 erwähnen.
Für den Neubeginn Ende der 1940er Jahre steht heute für mich das wundervolle Video aus meinem Geburtsjahr 1946 mit dem Jump Blues Song »Caldonia« von Louis Jordan. Der Jump ist eine schnelle Spielart des Blues, die vor allem in den 1940er-Jahren in den USA populär war. Charakteristisch ist die von den Big Bands übernommene Instrumentierung mit Blechbläsern in einem treibenden Rhythmus.
Songtext – Nat King Cole: »(Get Your Kicks On) Route 66«
Well if you ever plan to motor west
Just take my way it's the highway that's the best
Get your kicks on Route 66
Well it winds from Chicago to L.A.
More than 2000 miles all the way
Get your kicks on Route 66
Well it goes from St Louis, down to Missouri
Oklahoma city looks oh so pretty
You'll see Amarillo and Gallup, New Mexico
Flagstaff, Arizona don't forget Winona
Kingsman, Barstaw, San Bernadino
Would you get hip to this kindly trip
And take that California trip
It goes from St. Louis, down to Missouri
Oklahoma city looks oh so pretty
You'll see Amarillo and Gallup, New Mexico
Flagstaff, Arizona don't forget Winona
Kingsman, Barstaw, San Bernadino
Would you get hip to this kindly trip
Take that California trip
Get your kicks on Route 66
Get your kicks on Route 66
And I'll meet you on Route 62
Get your kicks on Route 66
Get your kicks on Route 66
Get your kicks on Route 66
In dieser Kategorie finden Sie Beiträge zu Songs und ihren Interpreten aus 70 Jahren Rock- und Pop-Geschichte 1946 bis 2016. In der Regel werden pro Jahr ein Song, manchmal auch mehrere, vorgestellt. Alle im Text erwähnten Songs sind als Video oder Audio auf den bekannten Musik-Portalen wie YouTube, Vimeo, etc. zu finden. In einer Tabelle habe ich die Songs auf die entsprechenden Videos/Audios verlinkt. Die Serie befindet sich zur Zeit im Aufbau und wird nach und nach vervollständigt. Jeder Artikel ist ein Auszug aus meinem für 2027 geplantes Künstlerbuch »Siebzig Jahre – Siebzig Songs«.
In dieser Kategorie erscheint am ersten Tag eines Monat öfter ein bildlich umgesetzter Post mit einem Zitat. Das kann eine Photographie mit einem Spruch sein oder ein Bild, das grafisch mit dem Zitat des Monats gestaltet wurde.
Eine Übersicht über alle Artikel der Kategorie finden Sie unter »Zitat des Monats«.
Nach meinem abgeschlossenen Projekt »Im Wedding« habe ich 1979 den Autobahnbau zwischen Tempelhof und Neukölln für eine Zeit fotografisch begleitet. Die Aufnahmen entstanden zwischen den heutigen Anschlussstellen Tempelhofer Damm und Oberlandstraße, entlang des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Geplant war ursprünglich, diesen Teil der A 100 vom Tempelhofer Kreuz als Hochstrecke bis nach Neukölln auszuführen. Alle Anschlussstellen waren bereits fertig gestellt. Um den Ortsteil Britz nicht in zwei Teile spalten zu müssen, wurden die Planungen später geändert und der Ortsteil stattdessen mit einem Tunnel von 1,7 Kilometer Länge unterquert.
Ein Teil der Bauten an der Gottlieb-Dunkel-Straße/ Ecke Tempelhofer Weg, die auf meinen Photographien zu sehen sind, wurden deshalb wieder rückgebaut. Das gesamte Portfolio besteht aus 74 Photographien 30 x 45 cm. Die Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 96 Seiten im Format 29,7 × 21,0 cm erschienen. (2019). Die Aufnahmen entstanden vor 40 Jahren im Berliner Bezirk Tempelhof.
Das Portfolio war erstmals öffentlich in einer Auswahl von 22 Photographien in der Einzel-Ausstellung »Tempelhofer Kreuz – Autobahn im Märkischen Sand« im »Atelier André Kirchner« in der Grunewaldstraße 15, 10523 Berlin, 2020, zu sehen.
Mit dem Slogan der 1968er Protestjahre »Unter dem Pflaster liegt der Strand« war die Hoffnung verbunden, die eingefahrenen Strukturen der Gesellschaft und der Stadt freizulegen. Aber viel früher schon verspotteten die süddeutschen Fürsten des »Heiligen Römischen Reiches« das sandige und unfruchtbare Land Brandenburg als »Märkische Streusandbüchse«.
Woher kommt eigentlich dieser Berliner Sand? Die Gletscher der Eiszeit und später die abfließenden Wassermassen brachten den Sand aus Skandinavien in die Märkische Region. Wie man damals auf die Idee kam in dieser Sandwüste, in der nur Bäume und Gras wuchsen, eine Stadt zu gründen, war schon bemerkenswert.
Der geologisch eher junge Boden bestand nun aus unter Moränenschutt und Geschiebemergel unter Druck zerriebenem und ausgewaschenem Sand. Er wurde unterbrochen von zahlreichen Morasten, die von den Nebenarmen der Spree gespeist wurden. Das Land glich eher einer Wüste und je nach Windrichtung entstanden verschiedene Hügel aus dem Flugsand.
In der Hauptstadt ist heute nichts mehr von der eigentlich märkischen Natur zu sehen und in der Umgebung von Berlin wiederum nichts von einer Großstadtstimmung zu spüren. Nur bei großen Bauvorhaben, wie dem Bau des geplanten Tempelhofer Autobahn-Kreuzes oder des Humboldt-Forums tritt er noch zutage: der märkische Sand. Und unter diesem ist das Tempelhofer Kreuz dann wieder begraben worden.
Künstlerbücher sind ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Sie bewegen sich im Schnittpunkt von Büchern und Kunst, werden in der Regel vom Künstler selbst produziert und im Eigenverlag herausgegeben. Beim Buchobjekt handelt es sich oft um Unikate, ansonsten erwartet der Sammler eine limitierte Auflage, die vom Künstler nummeriert und signiert ist. Ideal ist eine Kombination von Ausstellung und Künstlerbuch, das in diesem Fall nicht als Dokumentation der Ausstellung anzusehen ist, sondern als eigenständiges Werk und als Ergänzung zu den ausgestellten Bildern.
Das Buch mit den Bildern (und Texten) ist ein fassbares Objekt, man kann es aufschlagen, vorblättern (und zurück), spürt die Beschaffenheit des Papiers und sieht die Umschlaggestaltung und das Layout. Kurzum: Das ›Lesen‹ in einem Buch erfordert Disziplin, aber es wird durch die visuelle, haptische und eine gewisse emotionale Bindung an das Buch unterstützt. Bei gehobener Literatur muss man schon mal innehalten, nachdenken, in sich gehen, reflektieren. Und das scheint mit einem gedruckten Buch sehr viel besser zu gehen, als wenn man sich die Bilder digital ansieht.
Künstlerbuch »Tempelhofer Kreuz» von Friedhelm Denkeler
Limitierte Auflage des Künstlerbuches: 30 + 4 AP
Größe 30 x 21 cm, Hardcover, 96 Seiten, mit 81 Photographien in schwarz-weiß
Mit einem Vorwort von Friedhelm Denkeler und einem Essay von Hanns Zischler
Während der Ausstellung im »Atelier André Kirchner», Grunewaldstraße 15, erster Hof, Parterre links, 10823 Berlin-Schöneberg, ist das Buch zum Vorzugspreis erhältlich. Die Öffnungszeiten: 18. Januar bis 29. Februar 2020, Mittwoch, Freitag und Samstag, 16 bis 18 Uhr und Donnerstag 18 bis 20 Uhr. Die Vernissage zur Ausstellung »Tempelhofer Kreuz – Eine Autobahn im Märkischen Sand« findet am Freitag, den 17. Januar 2020, 19 Uhr, statt.
Friedhelm Denkeler hat zwischen 1978 und 1981 den Autobahnbau zwischen Tempelhof und Neukölln fotografisch begleitet. Der Berliner Stadtring als Autobahn A 100 führt in einem großen Bogen vom nördlichen Wedding bis zum südlichen Neukölln mitten durch den westlichen Teil der Stadt. Die halbrunde Struktur sollte im Fall der deutschen Wiedervereinigung zu einem Kreis vervollständigt werden.
Spätere Planungen nach der Wiedervereinigung sind von diesem Plan abgerückt, da er große städtebauliche Einschnitte zur Folge gehabt hätte. Die Aufnahmen für das Portfolio »Tempelhofer Kreuz« entstanden zwischen den heutigen Anschlussstellen Tempelhofer Damm und Oberlandstraße, entlang des ehemaligen Flughafens Tempelhof, bis zur heutigen Anschlussstelle Gradestraße, der ehemals geplanten A 102 (hier sollte die Osttangente von Kreuzberg bis nach Buckow die A 100 kreuzen).
Geplant war ursprünglich, diesen Teil der A 100 vom Tempelhofer Kreuz als Hochstrecke bis nach Neukölln auszuführen. Alle Anschlussstellen waren bereits fertig gestellt. Um den Ortsteil Britz nicht in zwei Teile spalten zu müssen, wurden die Planungen später geändert und der Ortsteil stattdessen mit einem Tunnel von 1,7 Kilometer Länge unterquert.
Ein Teil der Bauten an der Gottlieb-Dunkel-Straße/ Ecke Tempelhofer Weg, die auf Denkelers Fotografien zu sehen sind, wurden deshalb wieder rückgebaut. Da auch die Osttangente nicht mehr realisiert werden sollte, entfiel auch der Bau des Tempelhofer Kreuzes. Heute erinnert nur die ein Kilometer lange Auffahrt von der Gradestraße zur A100 an das geplante Tempelhofer Kreuz.
In Denkelers Fotografien spielt neben den gigantischen Betonbauten der Märkische Sand eine große Rolle. Woher kommt eigentlich dieser Berliner Sand? Die Gletscher der Eiszeit und später die abfließenden Wassermassen brachten den Sand aus Skandinavien in die Märkische Region. Das Land glich damals eher einer Wüste und je nach Windrichtung entstanden verschiedene Hügel aus dem Flugsand.
In der Hauptstadt ist heute nichts mehr von der eigentlich märkischen Natur zu sehen. Dies hat Hanns Zischler eindrucksvoll in einem Zeitungsartikel, den er freundlicherweise zum Abdruck im Buch zur Verfügung gestellt, beschrieben. Nur bei großen Bauvorhaben, wie dem Bau des geplanten Autobahn-Kreuzes tritt der Märkische Sand noch zutage. Und unter diesem ist das Tempelhofer Kreuz dann wieder begraben worden. [Auszug aus der Pressemitteilung]
Die Vernissage zur Ausstellung »Tempelhofer Kreuz – Eine Autobahn im Märkischen Sand« (1) findet am Freitag, den 17. Januar 2020, 19 Uhr, im »Atelier André Kirchner« (Grunewaldstraße 15, erster Hof, Parterre links, 10823 Berlin-Schöneberg, statt. Die Öffnungszeiten: 18. Januar bis 29. Februar 2020, Mittwoch, Freitag und Samstag, 16 bis 18 Uhr und Donnerstag 18 bis 20 Uhr. Zur Ausstellung erscheint ein limitiertes Künstlerbuch.
Ein neues Jahr beginnt auch immer mit der Vergangenheit und in diesem Sinne möchte ich Sie ganz herzlich einladen zu der Ausstellung
»Tempelhofer Kreuz – Eine Autobahn im Märkischen Sand«
Die Vernissage findet am Freitag, den 17. Januar 2020, 19 Uhr, im »Atelier André Kirchner« (Grunewaldstraße 15, erster Hof, Parterre links, 10823 Berlin-Schöneberg, statt. Die Öffnungszeiten: 18. Januar bis 29. Februar 2020, Mittwoch, Freitag und Samstag, 16 bis 18 Uhr und Donnerstag 18 bis 20 Uhr.
Auszug aus der Einladungskarte: Denkeler hat 1980 den Autobahnbau zwischen Tempelhof und Neukölln fotografisch begleitet. Das Teilstück der A100 sollte als Hochstrecke ausgeführt werden. Nachdem viele Bauten bereits fertig waren, wurden die Planungen geändert, fertiggestellte Anlagen wieder rückgebaut und der Ortsteil Britz stattdessen mit einem Tunnel unterquert. Denkeler wurde an der »Werkstatt für Photographie« und als Privat-Schüler von Michael Schmidt ausgebildet. Er stellt seit 1978 freie fotografische Arbeiten her. Zur Ausstellung erscheint ein limitiertes Künstlerbuch.
Über einen Besuch zur Vernissage oder während der Laufzeit der Ausstellung würde ich mich freuen.
Ein glückliches, neues Jahr 2020 wünscht Friedhelm Denkeler
Die Eulen sind eine Ordnung der Vögel, zu der ungefähr 200 Arten gezählt werden. Vertreter der Gruppe sind auf allen Kontinenten außer der Antarktis anzutreffen. Die meisten Arten sind nachtaktiv. Eine Raute ist ein ebenes Viereck mit vier gleich langen Seiten. Gegenüberliegende Seiten sind parallel und gegenüberliegende Winkel gleich groß. Und was ist eine Eule mit einer Raute?
»Die Schöne und das Tier – Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Teil 5: »1955 Die Frau in Rot«.Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER.
Die vorliegenden Photographien, die zwischen 1981 und 1988 entstanden sind, habe ich zu einem Portfolio zusammengestellt, in dem 17 visuelle Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit erzählt werden. Im Künstlerbuch sind sie in Kapitel eingeteilt; die Kapitel-Überschriften stehen symbolisch für die Jahre von 1951 bis 1967. Die Geschichten sind mehr oder weniger so passiert oder es hätte zumindest so sein können.
Grundlage der Photographien ist die Sammlung von Frauenporträts und Aufnahmen vom Bildschirm. (Die 17 Kapitel: Puppenspiele, Schiebung, Die Regentinnen, Die Scheinheiligen, Die Frau in Rot, Die Schöne und das Tier, Knees and Legs, Kindertraum, Die Lehrmeisterin, Träumer, Tatort, Ewalds Geheimnis, Die Zofe, Achterbahnfahrt, Visionen im Wald, Rhapsodie in Oel, Sammlung Konkret). Das gesamte Portfolio besteht aus 112 und die heutige vorgestellte »Geschichte« aus 3 Photographien.
Der Titel dieser Episode ist der US-Amerikanischen Filmkomödie von und mit Gene Wilder entlehnt. Filme mit Szenen im Marylin Monroe-Stil gibt es viele. Am bekanntesten ist die Szene aus dem Film Das verflixte 7. Jahr von Billy Wilder. Darin wird der Rock von Marylin Monroe von der Abluft der U-Bahn angehoben. Die Szene schrieb Kinogeschichte, das Foto wurde weltberühmt. Aus naheliegenden Gründen musste diese Episode in Farbe sein.
»Die Schöne und das Tier – Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Teil 4: »1954 Die Scheinheiligen«.Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER.
Die vorliegenden Photographien, die zwischen 1981 und 1988 entstanden sind, habe ich zu einem Portfolio zusammengestellt, in dem 17 visuelle Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit erzählt werden. Im Künstlerbuch sind sie in Kapitel eingeteilt; die Kapitel-Überschriften stehen symbolisch für die Jahre von 1951 bis 1967. Die Geschichten sind mehr oder weniger so passiert oder es hätte zumindest so sein können.
Grundlage der Photographien ist die Sammlung von Frauenporträts und Aufnahmen vom Bildschirm. (Die 17 Kapitel: Puppenspiele, Schiebung, Die Regentinnen, Die Scheinheiligen, Die Frau in rot, Die Schöne und das Tier, Knees and Legs, Kindertraum, Die Lehrmeisterin, Träumer, Tatort, Ewalds Geheimnis, Die Zofe, Achterbahnfahrt, Visionen im Wald, Rhapsodie in Oel, Sammlung Konkret). Das gesamte Portfolio besteht aus 112 und die heutige vorgestellte »Geschichte« aus 14 Photographien.
Eine scheinheilige Person täuscht Eigenschaften wie Unschuld, Freundlichkeit, Interesse und Mitgefühl vor, aber stille Wasser können auch tief sein. Scheinheilig zu sein bedeutet, dass jemand so tut als ob er einzelne Eigenschaften eines Heiligen habe, ohne diese zu besitzen. Scheinheilig ist eine Zuschreibung von außen, die in der Regel abwertend gemeint ist. Um des eigenen Vorteils willen kann jemand so tun, als sei er ehrlich an einem interessiert ist. Der Reiz der beiden letzten Episoden rührt von dem deutlich zu erkennenden Raster des Zeitungsdrucks.
In dieser Kategorie erscheint am ersten Tag eines Monat öfter ein bildlich umgesetzter Post mit einem Zitat. Das kann eine Photographie mit einem Spruch sein oder ein Bild, das grafisch mit dem Zitat des Monats gestaltet wurde.
Eine Übersicht über alle Artikel der Kategorie finden Sie unter »Zitat des Monats«.