Die Sommer-Highlights 2026 im Lichtspieltheater

Von Friedhelm Denkeler,

Im richtigen Kino waren wir nie im falschen Film – Ein kurzer Rückblick auf neun Filme von Juli bis September 2026

Einzelne Artikel zu den gesehenen Filmen in diesem Sommer zu schreiben waren mir zu aufwendig. Aber zum Quartalsende will ich sie in Kurzform doch einmal erwähnen (Quelle der Inhaltsangaben: Yorck-Kino). Natürlich war auch »Die Odyssee« von Christopher Nolan mit Matt Damon dabei. Alle Filme stammen aus dem Jahr 2026. Alle Filme sahen wir in den Berliner Yorck-Kinos; deren Motto »Im richtigen Kino bist du nie im falschen Film« hat sich bewahrheitet: Alle Filme waren sehenswert.

»Die-Odyssee« von Christofer Nolan, Foto © Friedhelm Denkeler2026
»Die-Odyssee« von Christofer Nolan, Foto © Friedhelm Denkeler2026
  • »Resurrection« von Bi Gan mit Jackson Yee, Shu Qi. In einer Welt, in der die Menschheit zugunsten des ewigen Lebens das Träumen aufgegeben hat, begibt sich ein junger Namenloser auf eine fantastische Odyssee durch Zeit und Raum, um die Träume vor dem Vergessen zu bewahren.
  • »Power Ballad« von John Carney mit Paul Rudd, Nick Jonas. Was ist ein Nummer-1-Hit wert, wenn niemand weiß, dass er von dir ist? Zwei Musiker, Rick und Danny stehen beide an einem Punkt, an dem das Leben eigentlich anders aussehen sollte. Als sie aufeinandertreffen, funkt es sofort – musikalisch zumindest. Was als spätnächtliche Jam-Session beginnt, hat unerwartete Folgen. Wer glaubt schon daran, dass ein alternder Hochzeitssänger und ein ehemaliger Boyband-Star das Potential zu einem Welthit haben?
  • »Die Odyssee« von Christopher Nolan mit Matt Damon, Tom Holland, Zendaya, Anne Hathaway. Nach dem Trojanischen Krieg möchte König Odysseus (Matt Damon) wieder zu seiner Frau Penelope (Anne Hathaway) und seinem Sohn Telemachos (Tom Holland) nach Ithaka zurückkehren. Doch der Heimweg wird schwieriger als erwartet, denn Odysseus steht ein langes Abenteuer voller Gefahren bevor. So muss er sich unter Anderen mit der Göttin Kalypso (Charlize Theron), dem Zyklopen Polyphem (Bill Irwin) und der Zauberin Circe (Samantha Morton) auseinandersetzen. In der Zwischenzeit begibt sich die Göttin Athene (Zendaya) in Odysseus‘ Heimat Ithaka und drängt Telemachos dazu, sich auf die Suche nach seinem Vater zu machen. Daher begibt er sich nun zu König Menelaos von Sparta (Jon Berthal), Odysseus‘ Mitstreiter im Trojanischen Krieg, und bittet diesen um Rat.
  • »Bitteres Fest« von Pedro Almodóvar mit Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia. Nachdem ihre Mutter im Dezember verstorben ist, stürzt sich die Werbeleiterin Elsa in die Arbeit, um damit fertig zu werden. Als eine Panikattacke sie zu einer Auszeit zwingt, beschließt sie, mit ihrer Freundin Patricia nach Lanzarote zu reisen. Die Geschichte dieser Frauen verläuft parallel zu der eines Drehbuchautors und Filmregisseurs und zeigt, wie Leben und Fiktion untrennbar miteinander verbunden sind – manchmal auf schmerzhafte Weise.
  • »Everytime« von Sandra Wollner mit Birgit Minichmayr, Tristán López, Lotte Keiling. Das letzte Foto, das Jessie gemacht hat, zeigt die Sonne über Berlin. Sie hängt da, als wäre nichts geschehen. Aber Ella hat ihre Tochter verloren. Was ihr bleibt, ist Jessies kleine Schwester und die komplizierte Beziehung zu dem Jungen, dem alle die Schuld geben. Das merkwürdige Trio landet in einem Familienurlaub, den es so nie gab. Unter der flirrenden Sonne Teneriffas verweben sich Erinnerung und Gegenwart unauflöslich ineinander. Die Geister sind überall.
  • »The Invite« von Olivia Wilde mit Seth Rogen, Olivia Wilde, Edward Norton, Penélope Cruz. Nach 15 Jahren steckt die Ehe von Angela und Joe in der Krise. Als Angela spontan die Nachbarn aus der Wohnung über ihnen einlädt, zeigt sich, dass Pina und Hawk ihnen mehr Sympathie entgegenbringen als sie es bislang vermuteten. Was als geselliger Abend gedacht war, entwickelt sich zu einer aberwitzigen Achterbahnfahrt der Gefühle.
  • »Der Heimatlose« von Kai Stänicke mit Paul Boche, Stephanie Amarell. Nach vierzehn Jahren Abwesenheit kehrt Hein in sein Heimatdorf auf einer kleinen Insel zurück. Doch die eingeschworene Dorfgemeinschaft erkennt ihn nicht wieder, nicht einmal sein einstiger bester Freund Friedemann. Ein Dorfgericht soll klären, ob er wirklich der ist, für den er sich ausgibt, während sich die Erinnerungen der Zeug*innen und seine eigenen zunehmend widersprechen. Der Prozess spaltet das Dorf und verwandelt es in einen Hexenkessel.
  • »Vaterland« von Paweł Pawlikowski mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl, Devid Striesow. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Thomas Mann und seine Tochter Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele.
  • »Das geträumte Abenteuer« von Valeska Grisebach mit Yana Radeva. Die Geschichte einer Frau, die in der Grenzregion zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei lebt und sich bereit erklärt, an einem besonderen Geschäft teilzunehmen, um einem alten Bekannten zu helfen. Dies bringt sie jedoch in eine gefährliche Situation, und sie wird gezwungen, sich ihren Sehnsüchten zu stellen.
»Resurrection« von Bi Gan, Foto © Friedhelm Denkeler 2026
»Resurrection« von Bi Gan, Foto © Friedhelm Denkeler 2026

Das JOURNAL präsentiert stolz: Ein seltenes botanisches Wunderwerk der Hauptstadt

Von Friedhelm Denkeler,

»Ein Grasbüschel aus Krugs Garten«, Drei-Zinnen-Weg, Berlin-Mariendorf, Foto © Friedhelm Denkeler 2026
»Ein Grasbüschel aus Krugs Garten«, Drei-Zinnen-Weg, Berlin-Mariendorf, Foto © Friedhelm Denkeler 2026

Nach dem mühsamen Gang auf einem unbefestigten Weg, präsentiere ich stolz das seltene botanische Wunderwerk der Hauptstadt. Ich habe die KI gefragt, wo das Foto entstanden sein könnte. Antwort: Südtirol, 2.400 Höhenmeter. Die Realität sieht aber anders aus: Lichterfelde-Ost, direkt neben der Biomülltonne in Krugs Garten am Drei-Zinnen-Weg. Dieses Grasbüschel hat die perfekte Berliner Attitüde: Wächst, wo es will, kümmert sich nicht um die Nachbarn und sieht auch ohne Styling verdammt lässig aus. Das nächste große Berliner Influencer-Motiv.

Die Frühling-Highlights 2026 im Lichtspieltheater

Von Friedhelm Denkeler,

Im richtigen Kino waren wir nie im falschen Film – Ein kurzer Rückblick auf 5 Filme von April bis Juni 2026

Einzelne Artikel zu den gesehenen Filmen in diesem Frühling zu schreiben waren mir zu aufwendig. Aber zum Quartalsende will ich sie in Kurzform doch einmal erwähnen (Quelle der Inhaltsangaben: Yorck-Kino). Alle Filme stammen aus dem Jahr 2026 mit einer Ausnahme: »Jesus Christ Superstar« aus dem Jahr 1974. Alle Filme sahen wir in den Berliner Yorck-Kinos. Deren Motto »Im richtigen Kino bist du nie im falschen Film« hat sich bewahrheitet: Alle Filme waren sehenswert.

»Jesus Christ Superstar« von Norman Jewison, Drehbuch: Andrew Lloyd Webber, Tim Rice.
»Jesus Christ Superstar«
  • »Paris Murder Mystery« von Rebecca Zlotowski mit Jodie Foster, Daniel Auteuil. Als eine ihrer langjährigen Patientinnen unter mysteriösen Umständen stirbt, ist Psychiaterin Lilian Steiner tief schockiert. Die Polizei spricht von Suizid, aber Lilian ist sich sicher: Es muss sich um Mord handeln. Also nimmt sie den Fall selbst in die Hand und beginnt, eigenmächtig zu ermitteln. Dabei verliert Lillian sich immer tiefer in den Details von Paulas Leben und folgt wirren Spuren, um die Wahrheit aufzudecken.
  • »Jesus Christ Superstar« von Norman Jewison, Drehbuch: Andrew Lloyd Webber, Tim Rice. Jerusalem zur biblischen Zeit. Das jüdische Volk strömt dem neuen wundertätigen Propheten Jesus zu und verehrt ihn als Gottessohn. Die Römer werden von den Pharisäern dazu gebracht, dem ›Volksaufwiegler‹ den Prozess zu machen, den sie als falschen Propheten, Gaukler und Super-Showman verspotten. Die Vertreibung der Wechsler aus dem Tempel, das letzte Abendmahl, die Verzweiflung im Garten Gethsemane, der Verrat des Judas, Jesu Festnahme, Kreuzigung und Kreuztod sind die Stationen des Leidensweges. (zweimal gesehen)
  • »Michael« von Antoine Fuqua mit Jaafar Jackson, Colman Domingo. Er ist einer der einflussreichsten Künstler aller Zeiten – der King of Pop. MICHAEL ist das Portrait eines Ausnahmekünstlers, dessen Musik die Welt bewegt und jede Generation bis heute inspiriert hat. (zweimal gesehen)
  • »Rose« von Markus Schleinzer mit Sandra Hüller, Caro Braun. 30-jähriger Krieg: Ein Fremder taucht in einem protestantischen Dorf auf und beansprucht einen verlassenen Gutshof mit Dokument als Beweis. Doch der Soldat wahrt ein gefährliches Geheimnis: eine andere Identität, einen anderen Namen, ein anderes Geschlecht. Um Anerkennung im Dorf zu erlangen, plant er sogar eine arrangierte Ehe mit der Bauerntochter. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.
  • »Amadeus« (1984) von Miloš Forman mit F. Murray Abraham, Tom Hulce. Am Wiener Hof von Kaiser Joseph II. wird man schon früh auf das Wunderkind Mozart aufmerksam. Doch die Begeisterung ist nicht ungeteilt: Dem verhärmten Hofkomponisten Salieri ist das lebensfrohe Genie ein unerträglicher Dorn im Auge. Und während Mozart zur musikalischen Sensation des Jahrhunderts aufsteigt, reift in seinem verbitterten Konkurrenten ein mörderischer Plan.

Übersicht weiterer Artikel aus allen Kategorien

Posts von 2010 bis 2026 in umgekehrter chronologischer Reihenfolge mit Link zum kompletten Artikel.

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»Strechlimousine vor dem Brandenburger Tor«, Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Vom Businessmann, über eine Bettlerin zum Akkordeonspieler

Rätselhaft, surreal, fantastisch – Der neue Film von Leos Carax: »Holy Motors« lässt an Wim Wenders und Eugène Atget denken. Weiterlesen
"Paul McCarthys 'The Box' in der Neuen Nationalgalerie", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Die total verrückte Umzugskiste des Paul McCarthy

»Paul McCarthys The Box in der Neuen Nationalgalerie«, Berlin, Kulturforum, Foto © Friedhelm Denkeler 2012. Weiterlesen
»Bunt ist meine Lieblingsfarbe«, Walter Gropius, gefunden in Espelkamp/Ost-Westfalen, Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Meine Lieblingsfarbe

»Bunt ist meine Lieblingsfarbe«, Walter Gropius, gefunden in Espelkamp/Ost-Westfalen, Foto © Friedhelm Denkeler 2012. Weiterlesen
Aus dem Portfolio »Quadrotura – Lomographien«, Foto © Friedhelm Denkeler 2004

Die Lomo-Kamera als Revolverheld unter den Kameras: Ein Schuss – vier Bilder

Hinweisen möchte ich gerne noch einmal auf das zuletzt auf meiner Website LICHTBILDER veröffentlichte Portfolio Quadrotura – Lomographien. Die Fotos wurden alle mit dem »Lomography Action Sampler« gemacht. Weiterlesen
Michael Sailstorfer "Forst", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Der Deutsche Wald tanzt im Museum auf dem Kopf

Die fünf Tannen und Birken kreisen, kopfüberhängend, durch die zehn Meter hohe Eingangshalle der Berlinischen Galerie. Weiterlesen
»Thermalsprudel in Bad Salzuflen«, aus dem Portfolio »Sonntagsbilder«, Foto © Friedhelm Denkeler 2003

Thermalsprudel in Bad Salzuflen

»Thermalsprudel in Bad Salzuflen«, aus dem Portfolio »Sonntagsbilder«, Foto © Friedhelm Denkeler 2003. Weiterlesen
»Flower-Power-Rebell«, 1967, Friedhelm Vienops pop-bemalter ›Eduard‹, Foto © Friedhelm Denkeler 1967

San Francisco im Summer Of Love 1967

Scott McKenzie und das »Monterey Pop Festival« in Kalifornien. »Flower-Power-Rebell«, 1967, Friedhelm Vienops pop-bemalter ›Eduard‹, Foto © Friedhelm Denkeler 1967 Weiterlesen
"Documenta 13: Kristina Buch: 'Leere Puppenhülsen und einhundert Tage' (Ausschnitt)", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Freie Wahl des Fluggebietes für Schmetterlinge

Impressionen von der dOCUMENTA 13 in Kassel (Nachtrag). Von Kristina Buchs Schmetterlingsgarten bleiben nach der Documenta nur Puppenhülsen übrig. Weiterlesen
"Alfredo Jaar: '1+1+1' (Bild 3)", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Alfredo Jaar »The way it is« – Ästhetik des Widerstands

Retrospektive in drei Berliner Institutionen: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK), Berlinische Galerie und Alte Nationalgalerie. Weiterlesen
«Penzance Island«, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Die erste große Liebe oder: Erinnerung an eine Phantasie

Es geht um große Liebe, um eine neue, junge Liebe, um eine Liebe, die immer wieder durchgeschüttelt und bedroht wird, um das Feuer der Liebe, das niemand löschen kann, aber auch um die uralte Geschichte, dass jeder Mensch geliebt werden will. Weiterlesen
»Kommt Zeit, kommt Rat«, Volksmund, Foto/Grafik © Friedhelm Denkeler 2003

Kommt Zeit, kommt Rat

»Kommt Zeit, kommt Rat«, Volksmund, Foto/Grafik © Friedhelm Denkeler 2003. Weiterlesen
"Sparrows", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

The Sparrow – Spatzen gibt es nicht nur in Berlin

Auf der Suche nach dem Sommerhit 2012 habe ich das Blog Song des Tages entdeckt. Unter dem Motto We can be heroes. Just for one day (sicherlich nach der Textzeile aus David Bowies Heroes) stellen die drei Blogger seit Mai 2010 jeden Tag einen Song vor. Weiterlesen
"Arbus und das Fotografierverbot", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Diane Arbus – In der Dunkelkammer der Menschheit

Das Werk der großen Fotografin im Berliner Martin-Gropius-Bau. Nichts ist so, wie es angeblich sein soll. Ich erkenne nur das wieder, was ich noch nie gesehen habe [Diane Arbus]. Weiterlesen
»Blaue Pferdeäpfel«, Martin Gostner: »Der Erker der Blauen Pferde«, Neue Nationalgalerie, Berlin Kulturforum, Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Vier blaue Haufen – Aber wo sind die Blauen Pferde?

Bei einem Spaziergang auf der Terrasse rund um die Neue Nationalgalerie in Berlin muss man zurzeit sehr vorsichtig sein, sonst tritt man in einen Misthaufen. Wer danach sucht, entdeckt vier verschiedene Haufen mit blauen Pferdeäpfeln. Weiterlesen
"Sandstars" von Gabriel Orozco, Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Poetische Begegnung mit alltäglichen Materialien

Nach der Rückkehr aus Kassel von der Documenta fürchtete ich schon »Entzugserscheinungen«, aber dem war nicht so: auch in Berlin gibt es viel »Documenta« zu sehen. Da ist zunächst der Mexikaner Gabriel Orozco. Weiterlesen
Das offizielle Plakat der dOCUMENTA (13), Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Zusammenfassung dOCUMENTA in Kassel

Das offizielle Plakat der dOCUMENTA (13), Foto © Friedhelm Denkeler 2012. Weiterlesen
"Documenta 13: Song Dong mit Doing Nothing Garden", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Ein Schmetterlingsgarten ohne Schmetterlinge und eine Welle ohne Welle

Mitten auf der Karlswiese vor der Orangerie in der Karlsaue hat der chinesische Installations- und Performance-Künstler Song Dong einen sechs Meter hohen Berg aufgeschüttet. Weiterlesen
"Documenta 13: Pierre Huygues Windhund", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Auf den Hund gekommen oder: Darsi ist immer dabei

Auch richtige Kunst ist in Kassel zu sehen, man muss nur etwas suchen und welche Künstler wirklich Bestand haben, werden die nächsten Jahre zeigen. Ist die Documenta etwa auf den Hund gekommen? Weiterlesen
"Documenta 13: Geoffrey Farmers Leaves of Grass (Twiggy)", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Ein Boot im Baum, eine verzerrte Uhr am Fluss und eine Zeitreise im Schilf

Im ersten Stock ist die fantastische Arbeit Leaves of Grass des kanadischen Installationskünstlers Geoffrey Farmer zu bewundern. Er hat fünfzig Jahrgänge des Magazins Life zerschnitten, Einzelteile auf Pappe geklebt und an Schilfhalmen befestigt. Weiterlesen
"Documenta 13: Ein Gerüst aus Galgen (Scaffold) von Sam Durant", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

TÜV-geprüfte Galgen und ein Sanatorium

Das Gerüst besteht aus einzelnen, ineinander verschachtelten Galgen. Noch deutlicher wird dies, wenn man auf das Gerüst klettert; erst dann sieht man, dass die Plattform keine normale Plattform ist, sondern eine seltsame Form aus Podesten, Toren und hoch aufragenden Pfosten aufweist. Weiterlesen
"Documenta 13: Pneumatische Uhr von William Kentridge", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Ein Theaterstück und ein Lamellenvorhang

Das große Zeittheater, wie Kentridges grandiose Installation auch heißen könnte, handelt von der Entwicklung verschiedener Verfahren zur Normierung der Zeit im Industrie-Zeitalter. Es tauchen viele aus seinen Werken vertraute Motive wieder auf. Weiterlesen
"Documenta 13: Der Lehmberg des Michael Portnoy", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Vom Schlammhügel zur Näherei

Der Nordflügel am Kulturbahnhof in Kassel besteht aus zwei langen, ehemaligen Lagerhallen mit alten verbeulten Rolltoren hinter denen die Kunst rohe, dunkle Orte gefunden hat. In der ersten Halle hat der US-Amerikaner Michael Portnoy einen riesigen, braunroten Schlammberg aus Lehm aufschütten lassen. Weiterlesen
"Documenta 13: Eisenkugel auf dem Dachboden", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Ein Bürohaus als Bühne

Als Krönung sehen wir den im Rohzustand belassenen Dachboden des Hauses, der in starkem Kontrast zu den vorhergehenden Räumlichkeiten ohne jegliche Fenster steht, denn hier zaubert die Sonne durch die kleinen Dachluken herrliche Lichteffekte in den Raum. Weiterlesen
"Documenta 13: Momentary Monument IV von Lara Favaretto", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Laras Schrotthaufen im wilden Norden

Es ist noch früh am Morgen und eine Documenta-Mitarbeiterin weist darauf hin, dass noch alles geschlossen sei, wir uns aber schon einmal den ›Schrotthaufen‹ ansehen könnten. Gemeint ist das Werk Momentary Monument IV der Italienerin Lara Favaretto. Weiterlesen
"Documenta 13: Idee di pietra von Giuseppe Penone in der Karlsaue", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Penone und der Bronzebaum

Der schwere Stein muss vom Himmel gefallen sein und erinnert gleichsam an eine Wolke, die sich dort niedergelassen hat. Die Gesetze der Schwerkraft sind überwunden. Das irritiert gewohnte Denkweisen und stellt sie auf den Kopf. Weiterlesen
"Documenta 13: Limited Art Project von Yan Lei", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Der Fliegende Teppich

Yan Lei aus Peking hat einen kleinen, aber sehr hohen Raum in der Documenta-Halle optimal genutzt: Bis unter die Decke hat er die Wände mit Bildern behängt, aber das allein reichte ihm noch nicht; auch von der Decke baumeln Bilder herunter. Weiterlesen
"Documenta 13: Baktische Prinzessin", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Viel Wind um nichts

Die Documenta beginnt mit einer visuellen Enttäuschung – der zentrale Friedrichsplatz ist kunstlos. Die Documenta-Container für Garderobe, Tickets und WC und ein besetzter Teil des Platzes mit Zelten der Occupy-Bewegung machen den Platz auch nicht schöner. Weiterlesen
"Schöne Aussicht oder Landschaft im Dia", Foto © Friedhelm Denkeler 2007

Die Karlsaue ins Bild ›geruckt‹

Die begehbare Stahlskulptur Rahmenbau misst 31 x 17 x 14 Meter (LxBxH). Das Objekt besteht aus zwei Rahmen, einem größeren von 14 x14 Metern und einem kleineren von 2,80 x 2,80 Meter. Dadurch sieht man zwei verschiedene Landschaftsausschnitte. Weiterlesen
"Dr. Enno Kaufhold und Benjamin Ochse bei der Führung durch die Ausstellung", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Das Vermächtnis einer Autorenfotografin

Die in Westfalen geborene Hildegard Ochse beginnt um 1975 in Berlin zu fotografieren. Parallel erwachte zu dieser Zeit das öffentliche Interesse an der Fotografie: Im damaligen Berlin (West) entstand mit der Galerie Nagel die erste kommerzielle Fotogalerie. Weiterlesen
"Horst Hinder mit "5x5", Nr. 7 und Nr. 8", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Die Quadratur der Stadt

In der dritten Etage zeigt Hinder aus seiner Serie Berliner Pflaster die Arbeiten Der junge Herr Bergmann, Der rauchende Herr Bergmann und Der alte Herr Bergmann (100 x 100 cm). Sie sind aus jeweils 49 Aufnahmen des Bodenpflasters der Bergmannstraße in Kreuzberg zusammengesetzt. Weiterlesen
»Die wahren Optimisten sind nicht überzeugt, dass alles gut gehen wird, aber sie sind überzeugt, dass nicht alles schief gehen kann«, Friedrich Schiller, Foto/Grafik © Friedhelm Denkeler 2007

Die wahren Optimisten

»Die wahren Optimisten sind nicht überzeugt, dass alles gut gehen wird, aber sie sind überzeugt, dass nicht alles schief gehen kann«, Friedrich Schiller, Foto/Grafik © Friedhelm Denkeler 2007. Weiterlesen
"Dan Flavin im Hamburger Bahnhof", Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Der Architekt des Lichts und des Minimalismus

Jetzt wurden im Ostflügel des Museums die Werke des US-Amerikanischen Künstlers Dan Flavin (1933-1996) aus den Sammlungen des Museums zusammengeführt. Flavin begann 1961 mit Licht als künstlerischem Material zu arbeiten. Weiterlesen