Suchergebnisse Kategorie: Portfolios

In dieser Kategorie stelle ich meine Portfolios vor, die ich auf der Website LICHTBILDER neu eingestellt habe; das können auch ältere Serien sein, die ich aktuell dafür aufbereitet habe. Diese Kategorie ist eine der Hauptaufgaben des Blocks. Neben neuen Portfolios werden immer wieder ältere vorgestellt.

Bilder einer Ausstellung (5)

Von Friedhelm Denkeler,

Zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler«, DGPh, Köln 1979. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER.

»Blick aus dem Fenster in ein Alpental«, Foto © Friedhelm Denkler 1979
»Blick aus dem Fenster in ein Alpental«, Foto © Friedhelm Denkler 1979

Den Artikel zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979 finden Sie hier. Das kleine Portfolio »Bilder einer Ausstellung – Versuch einer Rekonstruktion« aus dem Jahr 1980 besteht aus zwölf Photographien 30 x 45 cm und ist auf meiner Website zu sehen.

Bilder einer Ausstellung (4)

Von Friedhelm Denkeler,

Zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER.

»Sommerwiese in Schnackenburg», Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Sommerwiese in Schnackenburg», Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Den Artikel zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979 finden Sie hier. Das kleine Portfolio »Bilder einer Ausstellung – Versuch einer Rekonstruktion« aus dem Jahr 1980 besteht aus zwölf Photographien 30 x 45 cm und ist auf meiner Website zu sehen.

Bilder einer Ausstellung (3)

Von Friedhelm Denkeler,

Zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER.

»Junger Trieb«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Junger Trieb«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Den Artikel zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979 finden Sie hier. Das kleine Portfolio »Bilder einer Ausstellung – Versuch einer Rekonstruktion« aus dem Jahr 1980 besteht aus zwölf Photographien 30 x 45 cm und ist auf meiner Website zu sehen.

Bilder einer Ausstellung (2)

Von Friedhelm Denkeler,

Zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER.

Markusplatz» (Venezia ’79 la Fotografia«), Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Markusplatz», Venezia ’79 la Fotografia, Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Den Artikel zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979 finden Sie hier. Das kleine Portfolio »Bilder einer Ausstellung – Versuch einer Rekonstruktion« aus dem Jahr 1980 besteht aus zwölf Photographien 30 x 45 cm und ist auf meiner Website zu sehen.

Bilder einer Ausstellung (1) – Versuch einer Rekonstruktion

Von Friedhelm Denkeler,

Zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER.

»Modernes Gebäude in Hannover«, Foto © Friedhelm Denkeler 1980
»Modernes Gebäude in Hannover«, Foto © Friedhelm Denkeler 1980

Mein Interesse an der Photographie begann in der Jugendzeit mit den ersten 6×9 cm-Aufnahmen aus der Rollfilm-Box meines Vaters, mit der ersten eigenen Kleinbildkamera und mit ersten Erfahrungen in einem Schwarzweiß-Fotolabor im Jugendfreizeitheim in Westfalen. In Berlin kamen dann die Besuche von Fotokursen an der Volkshochschule hinzu und die Einrichtung meines ersten provisorischen Fotolabors. Eine ernsthafte, künstlerische Auseinandersetzung mit der Photographie startete mit der Ausbildung an der »Werkstatt für Photographie« in Berlin-Kreuzberg bei Michael Schmidt.

Katalog der Werkstatt für Photographie: »Michel Schmidt und Schüler«, Ausstellung in der Werkstatt für Photographie«, 28.01. bis 29.02.1980

Michael Schmidt war der Initiator und Gründer der »Werkstatt für Photographie«. 1976 nahm die Werkstatt in Kreuzberg mit Schmidt als informellem Leiter ihre Arbeit auf. Ein gewisses Interesse der Medien lag vor, so dass der Andrang auf die Anfängerkurse sehr groß war; es mussten lange Wartelisten angelegt werden. Die Kurse mit Michael Schmidt und Ulrich Görlich, ein Schüler von Schmidt aus der Vor-Werkstatt-Zeit, begannen mit ungefähr 200 Teilnehmern, die in fünfzehn Grund-, Aufbau- und Hauptkurse aufgeteilt waren. Michael Schmidt wurde die Leitung der Werkstatt informell übertragen.

Glücklicherweise konnte man, wenn man entsprechende Arbeiten beim Dozenten vorlegte, auch in die fortgeschrittenen Kurse direkt einsteigen. So „landete“ ich dann am 21. September 1977 im Kurs von Michael Schmidt. Bereits ein Jahr später zog sich Schmidt aus dem Kurssystem der Werkstatt für Photographie zurück, um sich ausführlicher seiner eigenen Arbeit widmen zu können. Einige Jahre profitierte ich, neben weiteren Werkstättlern, noch als Privatschüler von Michael Schmidt in einer kleinen Gruppe.

Das Arbeiten und Leben an der Werkstatt für Photographie wurde bestimmt durch die verschiedensten Aktivitäten. Am wertvollsten waren die Bildbesprechungen an den Kursabenden. In den zehn Jahren der Werkstatt für Photographie gab es an die fünfzig Ausstellungen. Während der Vernissagen, die gleichzeitig auch kleine „Feste“ waren, wurden natürlich die Werke der Ausstellenden diskutiert, ebenso an den einzelnen Kursabenden. Fast jedes Jahr gab es drüber hinaus eine Überblicksausstellung der „Photographien der Hörer und Dozenten“, sowie insgesamt fünf Einzelausstellungen von Werkstättlern in den 10 Jahren.

Regelmäßige Höhepunkte der Werkstatt-Aktivitäten waren die Wochenend-Workshops mit bekannten Photographen aus dem In- und Ausland, erwähnt seien Andre Gelpke, Wilhelm Schürmann, Klaus Honnef, Michael Schmidt, Manfred Willmann, Heinz Cibulka und Suzanne Pastor. Eine sehr große Rolle spielten vor allem die zeitgenössischen US-Amerikaner, die gerne nach Berlin kamen, um an der Werkstatt Wochenend-Lehrgänge abzuhalten, unter anderem Ralph Gibson, Lewis Baltz, John Gossage, Robert Cumming, Larry Fink, Robert Heinicken, Larry Clark, Joe Deal, Todd Papageorge, Robert Frank und William Eggleston.

Im Grunde genommen waren die Werkstättler, sowohl Schüler als auch Dozenten, während der zehn Jahre auch alle Autodidakten, alle lernten von einander; der Zusatz »Autodidakt« in verschiedenen Biografien aus der damaligen Zeit ist hier als Qualitätsmerkmal anzusehen. Während der Werkstatt-Zeit gab es in Berlin keine Möglichkeit, künstlerische Fotografie zu studieren. Ein Merkmal für die anspruchsvollen und qualitativen Arbeiten der Photographen waren die zahlreichen Ankäufe der Berlinischen Galerie unter der Leitung von Janos Frecot und natürlich auch jene von Westeuropäischen und US-amerikanischen Museen, Galerien und Einrichtungen.

Anregungen in Bezug auf die Fotografie erhielt ich – und sicher auch die anderen Werkstättler – durch die Berliner Realisten, wie Peter Sorge, Klaus Vogelgesang, Matthias Koeppel und Dieter Hacker. Dieter Hacker und Andreas Seltzer, beide von der 7.  Produzentengalerie, hielten an der Werkstatt 1978 einen Wochenend-Workshop ab. Großen Eindruck auf die Werkstatt hatte auch die Ausstellung »New Topographies: Photographs of an Man-altered Landscape« 1975/76 mit den Protagonisten Robert Adams, Lewis Baltz, Stephan Shore und Bernd und Hiller Becher, sowie die Theorie von Klaus Honnef über die Autorenfotografie.

In den jährlichen Ausstellungen mit »Photographien der Hörer und Dozenten« in den Jahren 1978 und 1979 war ich jeweils mit Beiträgen vertreten. 1980 folgte dann ein erster Höhepunkt, die Gruppenausstellung »Michel Schmidt und Schüler« mit Friedhelm Denkeler, Wolfgang Eilmes, Jürgen Frisch, Ulrich Görlich, Wilmar Koenig, Thomas Leuner, Winfried Mateyka, Klaus P. Voutta und Ursula Wüst vom 28. Januar bis zum 29. Februar 1980 in der »Werkstatt für Photographie«. Zur Ausstellung gab es ein Plakat und einen Katalog.

Einen weiteren Höhepunkt gab es im selben Jahr: Vom 04. August bis zum 13. September 1980 war die gesamte Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler» in Galerie der »Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh)« in Köln zu sehen (hierzu gab es ein eigenständisches Plakat). Mit einem kleinen Tross von Werkstättlern reisten wir nach Köln (01.-04.08.1980). Am 2. August bauten wir die Ausstellung auf. Leider sind von beiden Ausstellungen nur wenige Dokumente und Fotos erhalten geblieben. Wie die Ausstellung in Berlin aussah, ist nicht überliefert und für die Kölner Schau habe ich ein schlecht belichtetes Negativ gefunden, dass aber auch nur meine Bildstrecke zeigt. Aber die wichtigsten Dokumente sind natürlich der Katalog (84 Seiten, 20,5 x 19 cm) und die Plakate. Wie meine Notizen zeigen, habe ich 2015 mühselig versucht die Ausstellung zu rekonstruieren.

Das kleine Portfolio »Bilder einer Ausstellung – Versuch einer Rekonstruktion« aus dem Jahr 1980 besteht aus zwölf Photographien 30 x 45 cm und ist auf meiner Website zu sehen.

Katalog der Werkstatt für Photographie: »Michel Schmidt und Schüler«, Ausstellung in der Werkstatt für Photographie«, 28.01. bis 29.02.1980
Katalog der Werkstatt für Photographie: »Michel Schmidt und Schüler«, Ausstellung in der Werkstatt für Photographie«, 28.01. bis 29.02.1980

Der Große Riese steigt aus dem Wasser

Von Friedhelm Denkeler,

»Die kleine Riesin und der Tiefseetaucher«,, Zweiter Tag »Die Wiedervereinigung«,  Foto © Friedhelm Denkeler 2009
»Die kleine Riesin und der Tiefseetaucher«, Zweiter Tag »Die Wiedervereinigung«, Foto © Friedhelm Denkeler 2009

Anlässlich des 20-jährigen Mauerfall 2009 erzählte die französische Theatergruppe »Compagnie Royal De Luxe« auf den Straßen von Berlin das Einheitsmärchen »Die Riesen kommen – ein Märchen für Berlin«. Die ausführliche Story finden Sie hier: Zur Geschichte der Kleinen Riesin und des Tiefseetauchers sowie www.momenta-Cottbus.de

Sonntagsausflug zur Burgruine Rahden 1966

Von Friedhelm Denkeler,

Die Westfälische Mühlenstraße im Kreis Minden-Lübbecke in Westfalen (4). Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER.

»Sonntagsausflug zur Burgruine Rahden« Foto © Friedhelm Denkeler 1966
»Sonntagsausflug zur Burgruine Rahden« Foto © Friedhelm Denkeler 1966

Die Gebäude des Museumshofs Rahden ergeben zusammen ein vollständig eingerichtetes Bauerngehöft, so wie es im 19. Jahrhundert ausgesehen hat. Die einzelnen Gebäude standen ursprünglich in Rahden verstreut und wurden zwischen 1962 und 1966 hier wieder aufgebaut. Gleich nebenan befindet sich die Burg Rahden, eine ehemalige Wasserburg; als Kinder bezeichneten wir sie nur als Burgruine. Ein Lichtbild stammt aus dem Jahr 1966 (Sonntagsausflug meiner Eltern) und zum Vergleich die Aufnahme 46 Jahre später. Im Winter 1878 brannte die Burg aus, übrig blieben von diesem Feuer nur die Reste der heutigen Ruine.

»Burgruine Rahden«, Foto © Friedhelm Denkeler 2012
»Burgruine Rahden«, Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Das gesamte Portfolio Wer zuerst kommt, mahlt zuerst aus dem Jahr 2012 besteht aus 140 Photographien; einbezogen habe ich auch Landschaftsaufnahmen aus der Umgebung der Mühlen und weitere Kulturdenkmale aus dem Mühlenkreis. Auf meiner Website LICHTBILDER sind 25 Photographien zu sehen. Die Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 166 Seiten im DIN A4-Querformat erschienen (2019). Lesen Sie auch den Einführungsartikel im »JOURNAL« Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Aus der Eiszeit direkt nach Ost-Westfalen

Von Friedhelm Denkeler,

Die Westfälische Mühlenstraße im Kreis Minden-Lübbecke in Westfalen (3). Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER.

»Der große Stein von Tonnenheide«, Foto © Friedhelm Denkeler 1985
»Der große Stein von Tonnenheide«, Foto © Friedhelm Denkeler 1985

Aus der Eiszeit direkt nach Ost-Westfalen, so könnte man den in der Nähe der »Windmühle Tonnenheide« (Mühle Nr. 21) ruhenden zehn Meter langen, sieben Meter breiten, über drei Meter hohen und 350 Tonnen schweren »Großen Stein von Tonnenheide« bezeichnen. Der Findling soll während der Eiszeit vor 200 000 Jahren seinen Weg von Schweden bis nach Ost-Westfalen geschafft haben. Dabei hat er auf dem Rücken der Gletschermassen 750 Kilometer zurückgelegt, bis er in Tonnenheide liegen geblieben ist. Der aus Biotit-Granit bestehende Stein entstand vor etwa einer Milliarde Jahren. Einen ausführlicheren Artikel zum Findling finden Sie hier im Journal.

Das gesamte Portfolio Wer zuerst kommt, mahlt zuerst aus dem Jahr 2012 besteht aus 140 Photographien; einbezogen habe ich auch Landschaftsaufnahmen aus der Umgebung der Mühlen und weitere Kulturdenkmale aus dem Mühlenkreis. Auf meiner Website LICHTBILDER sind 25 Photographien zu sehen. Die Bilder sind auch als gedrucktes Autorenbuch mit 166 Seiten im DIN A4-Querformat erschienen (2019). Lesen Sie auch den Einführungsartikel im »Journal« Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Bockwindmühle und Holländermühle

Von Friedhelm Denkeler,

Die Westfälische Mühlenstraße im Kreis Minden-Lübbecke in Westfalen (2). Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER

»Bockwindmühle Neuenknick«, Mühle Nr. 4 (Bockwindmühle),  Zur Bockwindmühle 28, 32469 Petershagen-Neuenknick, Foto © Friedhelm Denkeler 2007
»Bockwindmühle Neuenknick«, Mühle Nr. 4 (Bockwindmühle), Zur Bockwindmühle 28, 32469 Petershagen-Neuenknick, Foto © Friedhelm Denkeler 2007

Die Mühlen der Westfälischen Mühlenstraße lassen sich in Roßmühlen, Wassermühlen, Schiffsmühlen und Windmühlen einteilen. Bei den Windmühlen unterscheidet man die Bockwindmühlen und die Holländermühlen (Erd-Holländer, Galerie-Holländer und Wall-Holländer). Damit der Wind von allen Seiten an die Flügel herankommen konnte, stehen sie auf ebenem und/oder hügeligem Gelände und fallen somit im Landschaftsbild besonders schnell auf.

So auch die Bockwindmühle Neuenknick (Mühle Nr. 4) in Petershagen; sie steht auf der Holge, dem höchsten Punkt der Neuenknicker Feldmark. Es handelt sich um eine Bockwindmühle, die aus einem senkrechten Gehäuse besteht, das auf Böcken aufgestellt ist. Da Windmühlen nach dem Wind gedreht werden müssen, muss ein entsprechender Mechanismus vorhanden sein; bei der Bockwindmühle befindet sich die Drehebene unter dem Gehäuse. Alle Maschinen müssen im Gehäuse untergebracht sein und werden demnach mitgedreht. Daher können solche Mühlen nur eine begrenzte Anzahl von Maschinen aufnehmen.

Die Holländermühle ist dagegen ein turmartiges, feststehendes Mühlenhaus; die Drehebene befindet sich im Kopf der Anlage, lediglich die Mühlenhaube wird mit Hilfe eines Sterts in den Wind gedreht. Im Gebäude ist somit mehr Platz für die Maschinerie und die Mühle kann höher in den Wind gehängt werden. Bei der 1878 erbauten Windmühle Tonnenheide (Mühle Nr. 21) in Rahden, spricht man von einem Galerie-Holländer. Der Unterschied ist in meinen Bildern sicherlich gut zu sehen.

»Windmühle Tonnenheide«, Mühle Nr. 21 (Galerie-Holländer), Mindener Straße 185, 32369 Rahden-Tonnenheide, Foto © Friedhelm Denkeler 2003
»Windmühle Tonnenheide«, Mühle Nr. 21 (Galerie-Holländer), Mindener Straße 185, 32369 Rahden-Tonnenheide, Foto © Friedhelm Denkeler 2003

Das gesamte Portfolio Wer zuerst kommt, mahlt zuerst aus dem Jahr 2012 besteht aus 140 Photographien 30 x 45 cm. Auf meiner Website LICHTBILDER sind 25 Photographien zu sehen. Die Bilder sind auch als gedrucktes Autorenbuch mit 166 Seiten im DIN A4-Querformat erschienen (2019). Lesen Sie auch den Einführungsartikel im »Journal« Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Von Friedhelm Denkeler,

Die Westfälische Mühlenstraße im Kreis Minden-Lübbecke in Westfalen (1). Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website LICHTBILDER

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen einige Mauern, andere Windmühlen [Konfuzius, 551-479 v. Chr.]

»Windmühle Bierde«, Mühle Nr. 3 (Wall-Holländer), Biederlo, 32469 Petershagen-Bierde, aus dem Portfolio »Wer zuerst kommt, mahlt zurest! – Die Westfälische Mühlenstraße im Kreis Minden-Lübbecke«, foto © Friedhelm Denkeler 2007
»Windmühle Bierde«, Mühle Nr. 3 (Wall-Holländer), Biederlo, 32469 Petershagen-Bierde, aus dem Portfolio »Wer zuerst kommt, mahlt zurest! – Die Westfälische Mühlenstraße im Kreis Minden-Lübbecke«, foto © Friedhelm Denkeler 2007

Die Kulturlandschaft in Ost-Westfalen zwischen dem Weserstrom, dem Weser- und Wiehengebirge, dem Stemweder Berg, dem Dümmer-See und dem Übergang zur Norddeutschen Tiefebene ist eine der mühlenreichsten Gegenden Deutschlands. In dem Mühlenkreis Minden-Lübbecke gibt es heute wieder 43 restaurierte Wind-, Wasser-, Ross- und Flussmühlen zu sehen und zu besichtigen. Sie hatten das sogenannte Mühlensterben ab ca. 1920 überlebt; waren nicht mehr im Betrieb, prägten aber nach wie vor das Landschaftsbild auf alteingesessenen, einsamen Höfen und an idyllischen Bachläufen. Ab den 1980er-Jahren wurden sie durch ein Mühlenerhaltungsprogramm nach und nach instandgesetzt.

Während meiner Kinder- und Jugendzeit in den fünfziger und sechziger Jahren waren von den 1910 gezählten 223 Getreidemühlen noch erstaunlich viele Mühlen vorhanden. Sie waren aber oft in einem jämmerlichen, verfallenen Zustand; manchmal auch nur als Ruine zu erkennen. Ich kann mich erinnern, dass ich mit meinem Onkel öfter in der Mühle in Varl war; heute ist sie nicht mehr vorhanden. Wie ringsum das Korn auf den Feldern reifte, wie es geerntet, gedroschen und anschließend gemahlen wurde, ist mir vertraut.

Die Mühlenroute im Kreis Minden-Lübbecke verbindet auf weitgehend verkehrsarmen und einsamen Wegen auf einer Länge von 320 Kilometer alle 43 Mühlen. Zwischen den Jahren 2001 und 2012 habe ich bei zahlreichen Besuchen in Ost-Westfalen alle Mühlen besucht und abgelichtet.

Die Zusammenstellung dieser Fotos ist für mich ein sentimentaler Rückblick auf meine Kinder- und Jugendzeit, auf ein in Deutschland einzigartiges Freilichtmuseum und natürlich auch ein Zeugnis der allerersten Industrialisierung, ein Stück Technikgeschichte. Das Portfolio besteht insgesamt aus 140 Photographien; einbezogen habe ich auch Landschaftsaufnahmen aus der Umgebung der Mühlen und weitere Kulturdenkmale aus dem Mühlenkreis, wie das Scheunenviertel in Schlüsselburg, den Museumshof in Rahden, den Tonnenheider Findling, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica und das Naturschutzgebiet Großes Torfmoor.

»Westfälische Landschaft im Morgennebel«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979, aus dem Portfolio »Wer zuerst kommt, mahlt zurest! – Die Westfälische Mühlenstraße im Kreis Minden-Lübbecke«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Westfälische Landschaft im Morgennebel«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979, aus dem Portfolio »Wer zuerst kommt, mahlt zurest! – Die Westfälische Mühlenstraße im Kreis Minden-Lübbecke«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Es gibt Don Quichote, die Wind säen, um mit Mühlen kämpfen zu können. (Stanislaw Jerzy Lec)

Das gesamte Portfolio Wer zuerst kommt, mahlt zuerst aus dem Jahr 2012 besteht aus 140 Photographien 30 x 45 cm. Auf meiner Website LICHTBILDER sind 25 Photographien zu sehen. Die Bilder sind auch als gedrucktes Autorenbuch mit 166 Seiten im DIN A4-Querformat erschienen (2019).

Miami Vice – ein Videoclip in 111 Episoden

Von Friedhelm Denkeler,

Neues Portfolio »Episoden« von Friedhelm Denkeler

Zwischen 1982 und 1989 habe ich sieben, teilweise mehrteilige, Serien produziert, die alle zusammen unter dem Thema »Televisionen« stehen. Sie sind alle am Fernsehgerät entstanden. Die vorliegende Arbeit ist in elf Episoden unterteilt, die alle für sich, mehr oder weniger, eine kleine Geschichte erzählen. Diese Geschichten haben nur bedingt etwas mit der Story der zu Grunde liegenden Filme zu tun. Das gesamte Portfolio besteht aus 152 Photographien, unterteilt in elf Episoden. Heute berichte ich über die Episode 6 »Sonny ‚Ray Ban‘ Crockett«  und zeige zwei von acht Photographien aus dieser Episode. Das Vorwort zu den »Episoden« finden Sie in meinem Blog »Journal«. Außerdem wird das Portfolio »Episoden« auf meiner Website LICHTBILDER ausführlicher vorgestellt.

»Sonny 'Ray Ban' Crockett«, aus »Episoden«, , Foto © Friedhelm Denkeler 1989
»Sonny ‚Ray Ban‘ Crockett«, aus »Episoden«, , Foto © Friedhelm Denkeler 1989

Wie Sonny ›Ray Ban‹ Crockett in den 1980er Jahren eine kleine Moderevolution auslöste

Der Serien-Freak bin ich nicht gerade, aber bei der US-Amerikanischen Fernsehserie »Miami Vice« in den 1980er Jahren mit den obercoolen Fahndern James ›Sonny‹ Crockett (Don Johnson) und Ricardo ›Rico‹ Tubbs (Phillip Michael Thomas) habe ich kaum eine Folge verpasst. Die beiden versuchten jeweils eine dreiviertel Stunde lang im Glamour- und Drogen-Mekka von Miami in schicken Autos, mit schönen Frauen und in Markenklamotten für Recht und Ordnung zu sorgen. Sie jagten vor allem Drogenhändler, Waffenschmuggler und Geldwäscher in und um Miami herum. Die Serie wurde durch den bahnbrechenden Look, ihren von aktuellen Rocksongs geprägten Soundtrack und die für damalige Verhältnisse ungewöhnlich harten Darstellungen von Gewalt zur stilprägenden und populärsten Serie der 1980er Jahre.

Zum Team des »Miami Vice Police Squad« gehören neben den verdeckt arbeitenden Ermittlern Crockett und Tubbs, ihr Chef Martin Castillo (Edward James Olmos), ihnen zur Seite standen Gina Calabrese (Saundra Santiago) und Trudy Joplin  (Olivia Brown). In den ersten Folgen hat Gina noch eine Affäre mit ihrem Kollegen Sonny. Was heute Standard in den Krimis ist, die privaten Probleme der Protagonisten neben den beruflichen Fällen zu zeigen, war damals völlig neu. Stanley Switek (Michael Talbott) und Larry Zito (John Diehl) observierten die kriminelle Szene mit einem Fahrzeug, das zur Schädlingsbekämpfung getarnt war – allerdings hatten sie auf dem Dach des Lieferwagens ein überdimensionales Insekt montiert (sic!). Und zum Schluss kann man als Teammitglied auch noch den Alligator ›Elvis‹ nennen, der als angekettetes Haustier auf der Segelyacht von Crockett lebte.

Die Filme waren eher im Stil der Videoclips gedreht, meistens untermalt mit der Musik von Jan Hammer; seine Titelmusik »Miami Vice Theme« schaffte es auf Platz 1 der US-Singlecharts. Er spielte selbst auch in einigen Folgen mit. 1987 erreichte Hammers Titel »Crockett’s Theme« in einigen Ländern Europas die Top 5. Während der Laufzeit der Serie zwischen 1984 und 1989 wurden in fünf Staffeln 111 Episoden produziert und drei reguläre Soundtrack-Alben mit diverser Musik aus Miami Vice veröffentlicht.

Zahlreiche Rock-Größen traten in der Serie auf und trugen zum Soundtrack bei. Hier kann ich nur wenige nennen: Frank Zappa (als Drogendealer), Miles Davis (als Ex-Knacki), James Brown (als Sektenführer), Phil Collins (mit dem Song »Take me Home« und der selbst in der Folge »Phils Tricks« als skurriler Showmaster mitspielte). Sheena Easton spielte eine länger angelegte Rolle als Popstar, die sich in Sonny Crockett verliebt, ihn dann auch heiratet und schließlich ermordet wurde. Auch viele damals noch unbekannte Schauspieler traten als Gaststars auf, unter anderen Ben Stiller, Julia Roberts, Liam Neeson, Wesley Snipes, Helena Bonham Carter, Viggo Mortensen, Bruce Willis  und Melanie Griffith (die spätere Ehefrau von Don Johnson).

»Miami Vice« löste in den 1980er Jahren eine kleine Moderevolution aus. Mit einmal trugen auch Männer pastellfarbene T-Shirts unter dem hellen Armani-Anzug und weiße Leder-Slipper ohne Socken. Damit man beim beidhändigen Halten des Revolvers mit gestreckten Armen auch die teure Rolex sah, wurden die Sakkoärmel hochgekrempelt – so wirkte das einfach besser. Diese Mode passte ideal zu den pastellfarbigen und weißen Fassaden des weltberühmten Ocean Drive mit dem angrenzenden South Miami Beach und Art-déco-Viertel in Florida. Zu Sonny Crocketts Erscheinung gehörten neben dem weißen Ferrari Testarossa auch eine Vielzahl von Sonnenbrillen, wie zum Beispiel die Wayfarer von der Marke Ray Ban. Bei uns hieß er deshalb auch Sonny ‚Ray Ban‘ Crockett. Als Reminiszenz hängt in meinem Kleiderschrank noch immer ein weißer Trenchcoat mit Miami Vice-Logo. Das Portfolio finden Sie als Indexprint mit einem ausführlichen Text auf meiner Website LICHTBILDER (direkter Link zu den »Episoden«).

Tagebuch einer Verlorenen

Von Friedhelm Denkeler,

Neues Portfolio »Episoden« von Friedhelm Denkeler

Zwischen 1982 und 1989 habe ich sieben, teilweise mehrteilige, Serien produziert, die alle zusammen unter dem Thema »Televisionen« stehen. Sie sind alle am Fernsehgerät entstanden. Die vorliegende Arbeit ist in elf Episoden unterteilt, die alle für sich, mehr oder weniger, eine kleine Geschichte erzählen. Diese Geschichten haben nur bedingt etwas mit der Story der zu Grunde liegenden Filme zu tun. Das gesamte Portfolio besteht aus 152 Photographien, unterteilt in elf Episoden. Heute berichte ich über die Episode 11 »Tagebuch einer Verlorenen« und zeige zwei von 24 Photographien aus dieser Episode. Das Vorwort zu den »Episoden« finden Sie hier in meinem Blog »JOURNAL. Außerdem wird das Portfolio »Episoden« auf meiner Website LICHTBILDER ausführlicher vorgestellt.

"Verbotene Filme", aus "Episoden", Foto © Friedhelm Denkeler 1984
»Verbotene Filme«, aus »Episoden«, Foto © Friedhelm Denkeler 1984

Verbotene Filme aus den 1920er Jahren

In den 1920er Jahren entstanden Stummfilme, die auch heute noch Bestand haben: Metropolis (Fritz Lang, 1927), Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (F.W. Murnau, 1922), Panzerkreuzer Potemkin (Sergei M. Eisenstein, Russland 1925), Das Cabinet des Dr. Caligari (Robert Wiene, 1920) oder Berlin: Die Sinfonie der Großstadt (Walter Ruttmann, 1927).

Aber es war auch die Zeit der staatlichen Filmzensur. Alle, meinen Photographien zugrunde liegenden Filme hatten Probleme damit. Die Maßnahmen gingen von Schnittauflagen bis zum vollständigen Aufführungsverbot. Die Vorgaben wurden mit dem Lichtspielgesetz vom 12. Mai 1920 geschaffen; es richtete sich insbesondere gegen Nacktdarstellungen und sexuelle Handlungen. Viel zu sehen gab es aber aus heutiger Sicht in den Filmen nicht.

Anita Berber war eine berühmte Tänzerin und Schauspielerin, die in Wien die Tänze des Grauens, des Lasters und der Ekstase (1923) aufführte. Sie trat als eine der ersten Nackttänzerinnen auf und liebte Männer und Frauen. Anita Berber machte sich selbst zur Marke. Heute würde man von ihr als It-Girl sprechen, allerdings als eines mit Talent und Intelligenz.

Der Film Tagebuch einer Verlorenen (G. W. Pabst, 1929) handelt von der jungen Thymian, die ein uneheliches Kind zur Welt bringt. Sie wird von ihrer Familie verstoßen und in ein Heim gesteckt. Dort kann sie den peinigenden Qualen der Heim-Oberen entkommen. Sie landet in einem großstädtischen Bordell. Eines Abends trifft sie plötzlich auf ihren Vater … Durch die rigorose Kürzung von 3132 auf 2001 Metern war der Film lange Zeit nur als verstümmelte Verleihkopie zu sehen.

Frauennot – Frauenglück (Eduard Tissé, 1929) hat als Thema Geburt und Abtreibung. Der erste Teil besteht aus einer Spielhandlung über das Elend von Frauen, die ungewollt schwanger werden und die im dokumentarischen zweiten Teil heimlich eine illegale Abtreibung vornehmen lassen. Das war damals noch völlig verpönt; so gab es immer wieder Einwände gegen einzelne Szenen und die Gerichte mussten sich mehrfach mit dem Film beschäftigen.

Der Film Aus eines Mannes Mädchenjahre (Karl Grune, 1919) folgt den Erinnerungen der anonymisierten Biografie von N. O. Body (Berlin, 1909). Der Film wurde aber, dem Geschmack der Zeit folgend, dramatisch überzeichnet. Ein ohne eindeutiges Geschlecht geborenes Kind wird vom Vater als Junge, später vom Onkel als Mädchen erzogen.

Im Filmdrama Geschlecht in Fesseln (Wilhelm Dieterle, 1928) wird Franz Sommers Ehefrau Helene auf der Straße von einem Unbekannten bedrängt, im Handgemenge mit ihrem Mann stürzt dieser unglücklich und stirbt. Franz muss ins Gefängnis. Er lässt sich mit einem Mithäftling ein, sie mit ihrem neuen Arbeitgeber. Als sich die Eheleute nach Jahren in ihrer Wohnung wiedersehen, glauben sie nur an einen gemeinsamen Ausweg aus ihrer Schuld…

Der UFA-Film Wege zu Kraft und Schönheit (Wilhelm Prager, 1925) feierte den vollkommenen Körper als Gegenstand kultischer Verehrung. Er nimmt dabei Bilder vorweg, die sich später in der rassistischen NS-Ästhetik wiederfinden. Um einem Verbot wegen zu gewagter Nacktheit zu entgehen, diente Prager die Kunst der Antike als ästhetisches Vorbild. Trotzdem gab es bereits im Jahr der Aufführung Eingriffe der Filmzensur.

Das Portfolio finden Sie als Indexprint mit einem ausführlichen Text auf meiner Website LICHTBILDER (direkter Link zu den »Episoden«). In der nächsten Zeit werde ich zu den einzelnen Episoden und den zu Grunde liegenden Filmen noch einen weiteren Artikel veröffentlichen.

"Verbotene Filme", aus "Episoden", Foto © Friedhelm Denkeler 1984
»Verbotene Filme«, aus »Episoden«, Foto © Friedhelm Denkeler 1984