Die falschen Soldaten vom Checkpoint Charlie

Von Friedhelm Denkeler,

»Checkpoint Charlie«, aus dem Portfolio »In den Straßen von Berlin«, Friiedrichstraße, Berlin, Foto © Friedhelm Denkeler 2010
»Checkpoint Charlie«, aus dem Portfolio »In den Straßen von Berlin«, Friiedrichstraße, Berlin, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Der bekannteste Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin war der im amerikanischen Sektor liegende Checkpoint Charlie. Heute ist er einer der beliebtesten Treffpunkte für Touristen geworden. Die künstlerische Installation des russischen Soldaten stammt von Frank Thiel. Auf der Rückseite des Leuchtkastens ist ein amerikanischer Soldat zu sehen.

Der Grenzübergang in der Friedrichstraße markierte die Trennlinie zwischen den ehemaligen Einflussbereichen der beiden Weltmächte. 1961 standen sich hier sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber. Heute halten hier nur zwei ›Schauspieler‹ als alliierte Soldaten Wache und stellen sich den Touristen gegen einen kleinen Obolus als Fotomotiv zur Verfügung.

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Die work in progress-Serie »In den Straßen von Berlin« besteht aus großformatigen Farb-Fotos aus dem Nach-Wende-Berlin. Die Photographien zeigen den Wandel des Stadtbildes seit dem Jahr 2000: Abriss des Palastes der Republik und neue Hotels, hauptsächlich im Ost-Teil der Stadt, Bautätigkeiten im alten Westen, das Tempelhofer Feld, das seit 2008 als Flugbahn ausgedient hat, Touristenströme am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie, am Hauptbahnhof und im Lustgarten in Mitte. Das Portfolio wird laufend ergänzt. Ein Künstlerbuch ist für 2027 geplant.

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