Suchergebnisse Kategorie: Fotografisches Fundstück

In dieser Kategorie finden Sie aktuelle Photographien, die bisher keinem Portfolio zugeordnet sind, wie Impressionen von Stadtgängen, Landausflügen, Urlaubsreisen, Stillleben, oder auch Erlebnisse aus dem Alltag.

Die Buchenwälder der Granitz auf Rügen

Von Friedhelm Denkeler,

»Buchenwald in der Granitz«, Rügen, Ostsee, Naturschutzgebiet Granitz, Foto © Friedhelm Denkeler 2012
»Buchenwald in der Granitz«, Rügen, Ostsee, Naturschutzgebiet Granitz, Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Zwischen den Ostseebädern Binz und Sellin liegt innerhalb des Biosphärenreservats Südost-Rügen das Naturschutzgebiet Granitz. Es besteht aus drei Kernzonen: dem Hochufer, dem Kesselmoor Große Wiese und dem Schwarzen See. Um den küstennahen Altwaldbestand aus Buchen, Moränenkliffs und den eingestreuten Kesselmooren in ihrer natürlichen Entwicklung zu unterstützen, wurde das Schutzgebiet 1990 eingerichtet. Da der Boden der Granitz aus bis zu 70 Meter dicken Sandschichten besteht, fehlen die Fließgewässer in dieser Region, die während der letzten Eiszeit entstanden ist.

Die Blaue Stunde an der Seebrücke in Binz

Von Friedhelm Denkeler,

»Die Blaue Stunde an der Seebrücke«, Binz, Rügen, Ostsee, Foto © Friedhelm Denkeler 2012
»Die Blaue Stunde an der Seebrücke«, Binz, Rügen, Ostsee, Foto © Friedhelm Denkeler 2012

Im Jahr 1902 wird eine 560 Meter lange Seebrücke aus Holz im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen gebaut und drei Jahre später durch eine Sturmflut zerstört. Eine neue Brücke wird gebaut und 1942 durch gewaltige Eismassen erneut schwer beschädigt. Nach 52 Jahren ohne Brücke, gibt es seit Mai 1994 wieder eine Seebrücke in einer Länge von 370 Metern und sie steht noch immer.

Ein Natur-Container aus Eibenbüschen

Von Friedhelm Denkeler,

Preis der Nationalgalerie für junge Kunst im Hamburger Bahnhof bis zum 8. Januar 2012

"Grüner Container", Foto © Friedhelm Denkeler 2011
»Grüner Container«, Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Bereits auf dem Weg in den Hamburger Bahnhof fällt er auf – der grüne Müll-Container der in Berlin lebenden Schwedin Klara Lidén. Neben Kitty Kraus, Andro Wekua und Cyprien Gaillard war sie eine der vier Kandidaten für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2011. Alle vier Künstler zeigen im Museum Skulpturen, Filme und Installationen. Malerei sucht man allerdings vergebens.

Die 1979 geboren Klara Lidén hat ihren Natur-Container mit einer Außenhaut aus Eibenbüschen zurechtgeschnitten. Im Inneren wachsen Unkrautpflanzen aus dem städtischen Umfeld – das soll den Gegensatz zwischen Urbanität und unkontrollierter Natur, sowie zwischen Reglementierung und Chaos verdeutlichen. Ihre zweite Arbeit ist noch irritierender: Ein etwa dreiminütiges Video zeigt in den Ausstellungsräumen die Künstlerin, mit dem Rücken zum Betrachter, an ihrem Schreibtisch sitzend. Plötzlich steht sie auf, tritt an den Papierkorb heran und verschwindet darin.

Den Preis in Höhe von 50.000 EURO, der alle zwei Jahre vom Verein der Freunde der Nationalgalerie an in Deutschland lebende bildende Künstler unter 40 Jahren verliehen wird, gewann dieses Jahr Cyprien Gaillard.

November in Krottorf

Von Friedhelm Denkeler,

"Rote Beeren an der Bode", Foto © Friedhelm Denkeler 2011
»Rote Beeren an der Bode«, Krottorf, Harzvorland, Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Seit sechs Jahren bin ich regelmäßig im November in Krottorf (siehe hier). Das Dorf liegt inmitten der Magdeburger Börde, zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Harz und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Gröningen. Mitten durch Krottorf fließt die Bode, die im Brockengebiet ihre Quellen hat. Nachdem sie Quedlinburg, Oschersleben und Krottorf passiert hat, fließt sie nach 140 Kilometer bei Nienburg in die Saale.

So bot sich schon vor mehr als hundert Jahren an, an dieser Stelle eine Wassermühle zu errichten. 1896 wurde diese in das Elektricitätswerk Crottorf AG umgewandelt und nachdem die gesamte Anlage im Jahr 2000 von Grund auf saniert wurde, zog hier die e•on|Avacon AG-Akademie ein. Bedingt durch das Wasser und die zahlreichen Niederungen habe ich Krottorf bisher hauptsächlich im Nebel und in der Dämmerung erlebt. Das heutige Bild entstand auf einem Spaziergang zwischen den beiden Armen der Bode. Auf meiner Website LICHTBILDER finden Sie eine Auswahl von 24 Photos aus der Serie Krottorf, die im Jahr 2008 entstanden ist.

Eine Herbstwanderung zwischen Nuthegraben und Grenzgraben in den Niederungen des Urstromtales

Von Friedhelm Denkeler,

"Rote Beeren am Nuthegraben", Foto © Friedhelm Denkeler 2011
»Rote Beeren am Nuthegraben«, Diedersdorf, Brandenburg, Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Der nicht gewesene Sommer wird ohne Übergang zum Herbst. Heute also der erste schöne Herbsttag. Raus aus Berlin und durch die Offenlandschaft mit den Feldern, Wiesen und Niederungen des Urstromtales zwischen dem Nuthegraben und Grenzgraben in der Nähe von Diedersdorf, das seit 2002 zur Gemeinde Großbeeren im Landkreises Teltow-Fläming gehört, spaziert. Das Grabensystem diente der Entwässerung des geklärten Wassers aus Berlin zu Rieselfeldzeiten Richtung Nuthe und damit zur Havel. Kaffee und Kuchen in der Diedersdorfer Schlossbäckerei sind im Anschluss zu empfehlen. Später, um Mitternacht, wollen wir nach Paris. Auflösung folgt.

Von fliegenden Kartoffeln, zerberstenden Vasen und menschlichen Flugversuchen

Von Friedhelm Denkeler,

Zum Tod des Künstlers Bernhard Blume 

Anna & Bernhard Blume mit "Küchenkoller" in der Prinzenstraße, Foto © Friedhelm Denkeler 2009
Anna & Bernhard Blume mit »Küchenkoller« in der Prinzenstraße, Foto © Friedhelm Denkeler 2009

»Die 1937 geborenen Künstler Anna & Bernhard Blume haben das Genre der inszenierten Fotografie wesentlich erweitert und zählen international zu deren wichtigen Vertretern. In ihren häufig vielteiligen, großformatigen und schwarz-weißen Fotoserien erzählt das Künstlerpaar inszenierte Zeitabläufe, deren Protagonisten sie selbst sind. Die Szenen sind oft reduziert, verfremdet und vor allem komisch: Ordnung und Chaos scheinen sich gegenseitig zu bedingen, Rollenbilder und Konventionen stecken in jedem Ding, konditionieren Verhaltensweisen und fordern zum Widerstand heraus. Dabei sind Performance, Malerei und Fotografie in den zeitdiagnostischen Werken von Anna & Bernhard Blume stets eng miteinander verwoben.« So die Ankündigung zur Retrospektive von Anna & Bernhard Blume 2008 im Hamburger Bahnhof, Berlin.

Sind Kartoffeln nur Kartoffeln, oder können es auch Seelenzeichen sein? Muss man sie nicht als Objektivationen sehen, z.B. unterdrückter, nicht gelebter Wünsche, Triebe? Können dann Kartoffeln nicht zuweilen Truggebilde sein, fotogene Manifestationen einer lang frustrierten Seele, die sonst sprachlos bleiben müsste? [Anna und Bernhard Blume zu Küchernkoller]

Anna & Bernhard Blume waren ein unzertrennliches Künstlerpaar seit Beginn der 1960er Jahre. Jetzt ist Bernhard Blume im Alter von 73 Jahren in Köln gestorben. Ein typischer Blume-Titel war Der Gedanke des Todes ist unannehmbar. Die ironischen und humorvollen Bilder der Blumes werden bleiben.

Das große Reinemachen nach der »Based in Berlin«

Von Friedhelm Denkeler,

"Besen in Berlin", Foto © Friedhelm Denkeler 2011
»Besen in Berlin«, Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Vor längerer Zeit hatte ich mir die Ausstellung Based in Berlin im Atelierhaus im Monbijou-Park angesehen und war so enttäuscht, dass ich keine Lust hatte, darüber zu schreiben. Eigentlich wollte ich mir noch den Ausstellungsteil in den Kunstwerken anschauen. Bei diesem Vorsatz blieb es aber. Nun ist die Ausstellung zu Ende und das ist auch gut so, um mit Wowereits Worten zu sprechen, der das Geld für die Leistungsschau Based in Berlin locker machte.

Endlos Banales in einer überflüssigen Ausstellung für 1,6 Millionen zeigt keine Notwendigkeit für eine Kunsthalle in Berlin. »So viele Glaubensbekenntnisse des hilflosen Nachahmens hat es vielleicht noch nie in einer Ausstellung gegeben« schrieb Heiner Bastian in Warum ›Based in Berlinב gescheitert ist. Auch das Fotografieren ist mir in der Ausstellung vergangen, so bleibt nur das Bild vom Reinemachen im Park nach der Ausstellung.

Undine im Steinhuder Meer

Von Friedhelm Denkeler,

»Undine im Steinhuder Meer« von Hans-Jürgen Zimmermann: »Undines Traum« von Hans-Jürgen Zimmermann, Foto © Friedhelm Denkeler 1996
»Undine im Steinhuder Meer« von Hans-Jürgen Zimmermann: »Undines Traum«, Foto © Friedhelm Denkeler 1996

Es soll als sicher gelten, dass die Geschichte des jungfräulichen Wassergeistes Undine  am Steinhuder Meer ihren Ursprung hat. Der Verfasser der Erzählung Undine, Friedrich de la Motte Fouqué, war 1796 als Offizier in Bückeburg stationiert. Der Künstler der modernen Meerjungfrau Undine (auch Undene, lat. unda = Welle, oder auch französisch Ondine = Nixe) des Steinhuders Meeres in Form einer Edelstahlskulptur aus dem Jahr 1994 ist  Hans Jürgen Zimmermann. Nach dem Entwurf des Künstlers zu einem Bühnenbild der Ballettfassung von Undine in der Staatsoper von Hannover entstand die Skulptur.

Impressionen aus Hamburg: Morgenstimmung an der Binnenalster

Von Friedhelm Denkeler,

»Morgenstimmung an der Binnenalster«, Hamburg, Foto © Friedhelm Denkeler 2011
»Morgenstimmung an der Binnenalster«, Hamburg, Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Der Weg von unserem Hotel zu den Kunsttempeln führte uns morgens in der Regel an der Binnenalster vorbei. Bei diesem herrlichen Frühlingswetter verweilten wir hier und genossen die Sicht auf den Alstersee, der im 17.Jahrhundert mit der Errichtung der Hamburger Wallanlagen in Außen- und Binnenalster getrennt wurde. Die Binnenalster, die eine Fläche von etwa 18 Hektar aufweist, ist der kleinere, südliche Teil des Alstersees. Sie wird von der Außenalster im Nordosten gespeist und fließt in der südlichen Ecke unterhalb des Jungfernstiegs über die Kleine Alster in Richtung Elbe ab. In der Mitte der Binnenalster befindet sich die bis zu 60 Meter Höhe speiende Alsterfontaine, die bei unserem Besuch aber noch nicht in Betrieb war.

Gilbert & Georg und Joe Dallesandro im Haus der Photographie in den Deichtorhallen in Hamburg

Von Friedhelm Denkeler,

"Deichtorhallen", Foto © Friedhelm Denkeler 2009
»Deichtorhallen«, Foto © Friedhelm Denkeler 2009

Während des anstehenden Hamburg-Aufenthalts wollen wir uns die beiden Ausstellungen von Gerhard Richter in der Hamburger Kunsthalle und im Bucerius Kunst Forum ansehen und im Haus der Photographie warten die Kunstschauen Jack Freak Pictures der Weltstars Gilbert & George; Der Traummann der 70er Jahre mit Joe Dallesandro – Superstar; Traummänner, 50 Starfotografen zeigen ihre Vision vom Ideal und The Twins, A Visual Journey By Gisela Getty & Jutta Winkelmann, auf uns. Über alle fünf Ausstellungen werde ich in den nächsten Tagen berichten.